Er-folg(t)

„Das werde ich sowieso vergeigen!“

„Das kann nicht sein! Da ist etwas faul!“

„Das ist doch zu schön, um wahr zu sein!“

Kennst du auch solche Gedanken?

Vor einigen Tagen hat unsere Tochter, Lenia, an ihrem ersten Wettkampf im Voltigieren teilgenommen. Sie war super aufgeregt. Sie sagte vor dem Turnier: „Ich habe geträumt, dass die Gruppe wegen mir verliert und dass ich alles vergeigt habe.“ Unbekümmert sagte darauf ihr Bruder: „Du wirst bestimmt vom Pferd fallen!“ (Geschwisterliebe :-))

Wie sehr haben wir uns gefreut, als sie und ihre Gruppe zwei Mal den 1. Platz bekommen haben. Die Reaktion der Kinder war genial zu beobachten. Sie konnten es nicht fassen! Es war zu schön, um wahr zu sein. Für die meisten der Kinder war es ihre erste Erfahrung in einem Wettbewerb… und nun stehen sie da als Gewinner. Das kann nicht sein! Es war bei einem Mädchen deutlich zu sehen, dass sie das nicht glauben konnte. Und doch stimmte das! Sie haben gewonnen!

Kennst du auch solche Situationen? Du hast dich eingesetzt. Du hast hart gearbeitet. Gelernt, geübt, trainiert usw. und „plötzlich“ stehst du da und es ist so weit! Du hast bestanden! Du hast gewonnen! Du hast es geschafft! Das kann nicht sein! Das ist doch zu schön, um wahr zu sein.

Manchmal geht mir dieser Gedanke durch den Kopf: „Ich träume! Und irgendwann werde ich plötzlich aufwachen und begreifen, dass nichts davon gestimmt hat.“ Ich gebe zu, dass ich manchmal Angst davor habe erfolgreich zu sein.

In der Psychologie wurde schon lange erkannt, dass manche Menschen unter der krankhaften Angst vor Erfolg leiden. Nun bin ich kein Psychologe. Aber ich frage mich, in dem ich u.a. selbst reflektiere, woher diese Angst vor Erfolg kommen könnte. Denn eigentlich ist Erfolg doch etwas Positives. Das bedeutet doch, dass man erreicht und geschafft hat, was man sich vorgenommen hat. Jeder Mensch wünscht sich – logischerweise – erfolgreich zu sein. Doch Erfolg ist mit einem gewissen Druck verbunden… Ich vermute, dass Erfolg mit dem Druck “immer erfolgreich zu sein” verbunden ist. Wenn ich Erfolg habe, darf ich nie mehr versagen, nie mehr verlieren. Das haben wir z.B. an der deutschen Fußball – Nationalmannschaft vor einigen Tagen gesehen. Kaum hatten „die Elf“ verloren, schon waren die ersten Witze im Netz zu lesen. (Es ist doch wohl bekannt: Es macht so viel Spaß, sich über den Verlust von anderen lustig zu machen.).

Genau dieser Druck des Erfolges wiegt eine Tonne auf den Schultern. Genau dieser Druck macht oft Angst. Genau dieser Druck macht mir persönlich Angst.

Wie kann man wohl damit umgehen? Immer scheitern, um Erfolg zu vermeiden, ist wahrscheinlich auch nicht die beste Variante. Also?

Vor einigen Jahren las ich einen Bericht über einen Jungen aus Thailand (glaube ich…). Er lebte in schwierigen und armen Verhältnissen. Doch da stand auch: „Er hat Erfolg! Er-folgt Jesus nach!“ Dieser Bericht und diese Aussage haben mir geholfen mich erneut zu fokussieren. Was, bzw. wer definiert mein Erfolg? Wann bin ich m.E. erfolgreich?

Menschlicher Erfolg macht mir schon etwas Angst… aber Erfolg, wo ich Jesus nachfolge, motiviert mich, ehrt mich, gibt mir Mut und erfreut mich. Denn ich weiß, dass ich in Jesus nicht immer erfolgreich sein muss – ganz zu schweigen, von dem Erfolg nach menschlichem Maß. In Jesus darf ich versagen, fallen, und verlieren. Denn wenn ich Jesus nachfolge, weiß ich, dass ER mich erfolgreich macht. Mein Erfolg kommt von Ihm.

Genauso will ich meine Tochter ermutigen, sowohl bei ihrem nächsten Voltigierturnier als auch bei allen Herausforderungen des Lebens. Ich will sie anfeuern, damit sie wieder eine Medaille gewinnen kann. Aber ich will ihr auch klar machen, dass es nicht alles ist. Für mich (und meine Frau) ist sie (sowohl sie als auch ihre Geschwister) die Beste! Sie hat schon längs unser Herz gewonnen und noch besser: Sie hat schon längs Jesus Herz gewonnen. Deshalb will ich sie ermutigen den wahren Erfolg zu erleben, in dem sie Jesus nachfolgt. Denn in Ihm ist sie IMMER erfolgreich…

Mastering Your Life e.V.

Am Sonntag, dem 3. Juni, fand der Vereinstag von Mastering Your Life e.V.statt.

Mastering Your Life e.V. ist ein christliches Hilfswerk, das im September 2004 gegründet wurde. MYL e.V. hat das Ziel, Menschen in ihrer Hoffnungslosigkeit aufzufangen und sie zu einer aktiven sowie kreativen Lebensgestaltung zu ermutigen.

Ich habe Mastering Your Life e.V. vor ca. 1 1/2 Jahren kennengelernt. Ich kannte schon länger einen der Gründungsmitglieder, Dietmar Rieger, Pastor der Gemeinde „Hoffnungszentrum“ in Leipzig. Als ich ihm von Fortify erzählte, lud er mich ein zu einem Treffen mit dem Vorstand von MYL e.V., denn Dietmar war der Meinung, dass eine Zusammenarbeit möglich und gut wäre. So kam’s, dass Fortify im Sommer 2017 im Rahmen von MYL e.V. aufgenommen wurde.

Ich bin für die Unterstützung und den Einsatz von MYL e.V. sehr dankbar. Ich kann mich hundert Prozent auf das Anliegen von Fortify konzentrieren und ich weiß, dass die Hintergrundaufgaben, wie Verwaltung u.ä. in guten Händen sind. Alle Spenden an Fortify fließen über MYL e.V..

Der Vereinstag ist auch eine tolle Möglichkeit andere Projekte und Projektleiter im Rahmen von MYL e.V. kennen zu lernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

 

Hier einige Projekte:

Licht auf dem Berg ist ein christliches Projekt im Erzgebirge. Mit ihrer Arbeit möchten die Mitarbeiter von Licht auf dem Berg besonders junge Leute in eine lebendige Beziehung mit Jesus einladen und zur verbindlichen Nachfolge ermutigen. Licht auf dem Berg möchte jungen Leuten helfen, im Alltag mit Jesus zu leben und sich mit ihren Gaben in ihren Heimatgemeinden einzubringen. Licht auf dem Berg bietet Lobpreisabende, ein Gebetshaus, Rüstzeiten, Jüngerschaftschulen, Bibelschule, u.v.m. an.

Light Joy Hope: Das ist eine Arbeit von Martin und Ines Fritzsch mit den  Schwerpunkten: „Anbetung, Verkündigung und Israel“. Martin und Ines Fritzsch haben den Vereinstag von MYL e.V. mit ihrer Musik besonders bereichert. Hier kannst du ihren Infoflyer herunterladen.

Mastering Your Life e.V. setzt sich nicht nur in Deutschland ein, sondern auch im Ausland, wie z.B. auf den Philippinen.

Christlich-Medizinische Philippinenhilfe: (Hier die Homepage auf english: https://www.vhicf.org) Der CEO Carsten Aust hat beim Vereinstag die Arbeit von Christlich-Medizinischer Philippinenhilfe vorgestellt. Ich empfehle dir sehr, auf der Homepage “herum zu klicken” und einige Videos anzuschauen. Die Arbeit dort ist wirklich sehr beeindruckend.

Das sind nur ein paar Projekte, die von Mastering Your Life e.V. unterstützt werden.

Danke für eure weiteren Gebete und Unterstützung.

 

(c) Bilder von Dietmar Rieger

Gemeindefreizeit in Krelingen

Letztes Jahr hatte ich die Freude von der LKG Magdeburg zu einer Gemeindefreizeit eingeladen zu werden. Diese fand Ende April 2018 im Geistlichen Rüstzentrum Krelingen statt. Cool! Ich hatte immer wieder von Krelingen gehört, hatte aber noch nie die Gelegenheit dorthin zu fahren. Und noch dazu als Referent! Ouah!

Ich durfte 3 Unterthemen zu dem spannenden großen Thema halten: „Wüsten und dürre Zeiten“.

Thema 1: „Wüsten und Krisen gehören zum Leben dazu. Wieso?“

Thema 2: „Wie gehen wir mit Wüsten und Krisen im Leben um?“

Thema 3: „Warum lässt Gott Wüsten und Krisen zu?“

Alle 3 Themen waren als „interaktive Seminare“ gestaltet, d.h. mit Input, Gruppenarbeit, Gesprächsmöglichkeit, Zeit für Rückfragen. Jeder hatte ein „Handout“ (Das neue deutsche Wort für „Handzettel“) und konnte so Notizen aufschreiben und mit nach Hause nehmen.

Mir persönlich hat es große Freude gemacht über dieses herausfordernde Thema zu sprechen und mit anderen in Gespräch zu kommen.

Die Teilnehmer der Gemeindefreizeit waren ebenfalls erfreut, bzw. ermutigt, gestärkt und ausgerüstet (= das Anliegen von Fortify).

Genau diese Art von Seminaren biete ich im Rahmen von Fortify an. Sie können in den unterschiedlichsten Settings stattfinden: Gemeindefreizeit, Mitarbeiterseminar, Jugendstunden, Hauskreis, Gottesdienst, Jugendgottesdienst, Vortragsabend und und und.

Hier könnt ihr noch andere Themenvorschläge finden. Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr gern mich einfach kontaktieren (Hier klicken).

Steht’s wirklich so?

Vor einigen Tage, habe ich mit Phileas und Lenia die Andacht bevor ins Bett gehen, gelesen. Bevor ich anfing zu lesen, sah ich, dass der Vers für die Andacht Epheser 6,1 war:

„Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern! So möchte es der Herr, dem ihr gehört; so ist es gut und richtig.“

Ich sage als Witz zu meinen Kindern: „Hört gut zu! Das ist mein Lieblingsvers heute Abend.“ Und lese den Vers laut.

Beide Kinder lachen sich kaputt. Lenia sagt mir: „Das steht doch gar nicht! Das hast du dir nur ausgedacht!“ Als ich anfing zu lesen, machten beide nur quatsch und taten so als ob, sie sich die Ohren zu hielten.

Ich muss sagen: Wir haben wirklich gut gelacht.

Nach der Andacht (und natürlich nachdem Phileas und Lenia sehr gehorsam waren und tief schliefen ;-)) musste ich an der Situation zurück denken. Ich, als Papa, habe den Vers besonders langsam und deutlich vorgelesen, in der Hoffnung, dass die Kinder die Botschaft begreifen. Die Kinder ihrerseits haben Witze gemacht und indirekt damit ausgedrückt, dass sie den Vers nicht hören wollten. Es ist eigentlich verständlich oder? Lasst uns mal ehrlich sein: Machen wir, Erwachsene, das auch nicht so?

Viele Männer zitieren stolz ihren Frauen aus der Bibel: „Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter! Ihr zeigt damit, dass ihr euch dem Herrn unterordnet.“ (Eph. 5,22) und Frauen zitieren ebenfalls stolz aus der Bibel: „Und ihr Männer, liebt eure Frauen! Liebt sie so, wie Christus die Gemeinde geliebt hat: Er hat sein Leben für sie hingegeben.“ (Eph. 5,25… Ja, nur ein paar Verse weiter). Und beide „scheinen“ nichts von den anderen Vers zu wissen… Ich hab manchmal den Eindruck, wir zitieren gern aus der Bibel, wenn sie unsere Meinung, bzw. was wir erreichen wollen, bestätigt. Aber steht das wirklich so? Oder wie meine Kinder sagten: „Du hast dir das nur ausgedacht!“

Vielleicht ist es manchmal wirklich so… wir denken uns Dinge aus, die Gott vielleicht nie gesagt hat. Aber es gibt auch Dinge, die ganz klar in der Bibel stehen, wie z.B.: 

Liebt einander! Ihr sollt einanderlieben, wie ich euch geliebt habe.“ (Jesus Worte aus Joh. 13,34) 

oder „Folge mir nach!“ (Jesus Worte, die öfters in den Evangelien vorkommen) 

Oder auch „Der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod; aber das Geschenk, das Gott uns in seiner Gnade macht, ist das ewige Leben in Jesus Christus, unserem Herrn.“ (Römer 6,23)

u.v.m. 

Es stimmt, es stehen manche Dinge in der Bibel, die Gott, bzw. Jesus, gesagt hat, die unangenehm sind. Was machen wir damit? Es ist ähnlich wie in einer Freundschaft, einer Ehe oder in der Familie. Manche Dinge werden gesagt, die sehr unangenehm sind und sogar weh tun… aber oft weil diese Menschen uns lieben. Was machen wir damit? Argumentieren wir: „Nein! Das hast du dir nur ausgedacht!“ Oder schlucken wir (weil es logischerweise nicht wie Wasser einfach so runter fließt…) und nehmen wir es an, mit der Gewissheit: „Diese Person meint es gut mit mir!“

Von Heiligen Geist BEKleidet

Vor einigen Jahren, hat meine Tochter mir dieses Bild zum Geburtstag geschenkt (Mit ihrer Erlaubnis, darf ich euch dieses Bild zeigen :-)):

(c) Lenia Renard – Anfang 2. Klasse

Ich finde die Idee vom Heiligen Geist bekleidet zu sein, wie eine Decke, die mich warm hält, einfach genial.

Persönlich freue ich mich immer wieder über Pfingsten! Pfingsten in Leipzig ist einen Ausflug wert. Es gibt so viele interessante Menschen, die interessant bekleidet sind. Nun stellt euch vor, wir würden als Christen, vom Heiligen Geist bekleidet, durch die Stadt laufen und so auffallen wie die „Gotik People“. Oder so wie die Apostel in Jerusalem damals (ApG. 2). Sie waren nicht zu übersehen. Es war nicht „Gotik Fest“ sondern das „Passah-Fest“ und das war das erste „Holy Spirit Fest“. 

Ich frage mich allerdings jedes Jahr: Wo kommen sie alle her? Ich sehe quasi niemanden im Laufe des Jahres, der in Gotik-Outfit durch die Stadt läuft, und plötzlich am Pfingst-WE sind sie überall zu sehen. Ich habe aber manchmal den Eindruck, dass es uns Christus mit dem Heiligen Geist ähnlich geht. Wir geben uns scheinbar damit zufrieden zu wissen, dass wir bei unserer Bekehrung den Heiligen Geist bekommen haben und damit genug. Ich habe manchmal den Eindruck, dass wir den Heiligen Geist zu einem Armband oder zu einem Ohrring, der an unserem Arm bzw. am Ohr hängt, reduzieren, obwohl er uns ganz bekleiden, bzw. erfüllen sollte.

Ehrlich gesagt tue ich mir schwer mit Festen, die wir Jahr für Jahr immer wieder feiern. Jahr für Jahr feiern wir Weihnachten, Jahr für Jahr machen wir schöne Vorsätze zu Silvester, Jahr für Jahr feiern wir Geburtstage, Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten und so weiter und sofort. Aber ändert sich dabei was? Nein. Es gibt nichts neues unter der Sonne. 

Also was sollen wir tun? Aufhören zu feiern? Ich glaube nicht, dass das die Lösung wäre. Ich wünsche mir, dass wir vielmehr darum beten, wie Paulus in Epheser 1, 17-23 betet, dass Gott uns hilft Ihn immer mehr kennen zu lernen, dass Gott uns die Augen öffnet, uns seinen Geist der Weisheit und Offenbarung schenkt, damit wir erkennen was für ein großartiges riesenreiches wunderbares Geschenk, wir bekommen haben.

So wünsche ich dir den Segen Gottes, den meine Tochter auf dieser Karte geschrieben hat: 

„Ich wünsche Dir Gottes Segen. Ich hoffe, du merkst, dass der Heilige Geist dich immer bekleidet!“ 

Das ist nicht die richtige Richtung…

Vor einigen Tagen war ich zu Fuß unterwegs nach Hause. Ich lief durch eine Gartenanlage und plötzlich habe ich gedacht: „Ich probier´ mal einen neuen Weg.“ Ehrlich gesagt war ich überzeugt genau zu wissen, wo es lang geht. Allerdings nach ca. 10 Minuten wich der Weg immer weiter ab von der Richtung, in die ich eigentlich gehen wollte. So habe ich mir gedacht: „Das ist nicht ganz die Richtung, in die ich gehen wollte, aber ich lass mich mal überraschen.“

Nach einigen Minuten stand ich direkt vor diesem Baum (s. Bild).

Ich bin normalerweise nicht so der Typ, der von irgendwelchen

kleinen Blümchen schwärmt. Aber ich muss zugeben, dass ich da staunen musste. Ich wollte eigentlich gar nicht hier lang gehen und nun stand ich so plötzlich vor diesen ganzen Blüten. Ich war echt begeistert.  Ja das stimmt! Es war ursprünglich nicht die richtige Richtung. Aber ich bin erneut von der Schönheit der Natur, von der Ruhe, von der Kreativität Gottes überrascht worden.

Ich bin dann weitergelaufen und nach ein paar Minuten befand ich mich auf dem Weg wieder zurück, den ich ursprünglich nehmen wollte, d.h., ich war nur ein paar Meter von dem bekannten Weg entfernt. Es hat aber gereicht, um etwas Neues und Wunderschönes zu entdecken.

Vielleicht passieren manchmal Dinge in unserem Leben, die wir nicht wirklich wollen. Wir haben sie nicht geplant und wir fragen uns wieso, weshalb, warum? Wir denken nur: „Das ist nicht wirklich, was ich wollte“. Dann  haben wir die Wahl: Entweder kehren wir um zum bekannten Weg oder wir gehen weiter und lassen uns überraschen, bis wir plötzlich etwas entdecken, etwas Wunderbares, das unsere Augen erfreut und unsere Herzen erwärmt und kurze Zeit später stellen wir noch fest, dass unsere bekannte Zone unmittelbar in der Nähe lag. Manchmal ist die unbekannte Zone gar nicht so unbekannt und diese unbekannte Zone kann so wunderschön sein. Vielleicht müssen wir nur sagen: „Das ist nicht wirklich die Richtung, in die ich gehen wollte. Aber ich lass´ mich überraschen.“ Glaube mir, Gott wird uns zum Staunen bringen, wenn wir nur bereit sind, zumindest einen Schritt aus unserer Komfortzone zu machen, einfach einen kleinen Umweg, weg von dem bekannten Weg zu wagen.

Bist du bereit dich überraschen zu lassen?

Familie: Gottes Geschenk!

Seit meinem letzten BLOG-Eintrag, ist einiges geschehen. Unter anderem bin ich zum 4. Mal Papa geworden :-). Thea ELOUISE ist am 9.3. geboren. Ihr und Mama geht’s gut. Die Geschwister gehen (bis jetzt ;-)) sehr lieb mit ihrer Schwestern um.

Wir sind sehr dankbar für dieses Geschenk. Wir geben zu, dass Elouise nicht geplant war. Aber zum Glück läuft es im Leben nicht immer nach Plan. Wir haben bewusst unsere Tochter diesen Namen gegeben:

  • Thea: Von Gott geschenkt
  • Elouise (Ihr Rufname): Heil, unversehrt

In meinem Blog-Eintrag „Starting Block“ hatte ich darüber berichtet, wie wir uns bereit halten, denn die Entbindung konnte jederzeit losgehen. So ist es wirklich auch gewesen. Wir hatten „kaum“ noch damit gerechnet, dass sie auf den natürlichen Weg kommen würde. Wir dachten schon, sie müsste irgendwann mal eingeleitet werden. Doch plötzlich in der Nacht vom 8. zum 9., gegen 00:20Uhr weckte mich meine Frau und sagte mir: „Es geht los!“ Ich war so müde, dass ich gar nicht richtig verstanden hab‘ was sie meinte. Erst nachdem sie es zum zweiten mal etwas ausdrücklicher wiederholte, war’s mir klar, was sie genau meinte. Also bin ich sofort aufgestanden und ca. 30 Minuten später waren im Krankenhaus. Ich war nicht so beruhigt, denn ich hatte wirklich Angst, dass meine Frau im Auto entbindet. Und… das wäre nicht so schön gewesen… 😳… Aber zum Glück sind wir noch rechtzeitig angekommen. 00:50 waren wir im Kreissaal und 01:15 war Elouise geboren 😃… So schnell ging’s.

Deshalb war’s es so wichtig, dass wir auf dem Starting Block bereit stehen.

Während ich diesen Zeilen schreibe, schläft Elouise friedlich auf unserem Sofa. Sie ist gestern 3 Wochen geworden. Schon… oder nur? Denn sie gehört eindeutig zu unserer chaotischen Familie. Wir sind stolz auf sie und Gott sehr dankbar.

Familie, bzw. Ehe und Kinder, ist eine echte Herausforderung, die mich persönlich oft völlig überfordert. Doch bin ich Gott unheimlich dankbar, dass er mir diese Herausforderung zutraut und jeden Tag stärkt um den Challenge einzugehen.

Ich mach Dir Mut, wenn du vor Familie, Beziehungen, Bindung, Kindererziehung o.ä. Angst hast oder vielleicht absolut gar kein Bock mehr auf Familie hast, weil du entweder durch Ehekonflikte gehst oder deine Kinder einfach nicht auf dich hören (Willkommen im Club 😉), es lohnt sich trotzdem. Es lohnt sich überfordert zu werden und über unsere Grenzen zu gehen, denn Familie ist Gottes Geschenk. Ostern ist der perfekte Beweis dafür:

All denen, die ihn (Jesus) aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.“ (Joh. 1,12) Durch Jesus, durch seinem Tod am Kreuz an Karfreitag und seine Auferstehung an Ostersonntag, haben wir die Möglichkeit zur  Gottes Familie zu gehören! Und glaub mir… auch wenn es manchmal echt schwer ist, ist es das Genialste, das es gibt! Ich mach also Mut diese Einladung Gottes anzunehmen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir frohe Ostern!

 

Starting Block

Wir stehen kurz vor der Geburt unseres 4. Kindes. Der Geburtstermin wurde für heute, Freitag, 2. März 2018, errechnet. Natürlich wissen wir, dass es nur eine unsichere Berechnung, bzw. Schätzung ist. In Deutschland rechnet man mit 40, in Frankreich mit 41 Wochen. Unsere drei Kinder sind jedes Mal mit ca. einer Woche Verspätung nach deutscher, aber pünktlich nach französischer Berechnung gekommen (zugegeben werden Franzosen sonst nicht wegen ihrer Pünktlichkeit gelobt …).  

Nun hat meine Frau ihre Tasche gepackt. Das Babybett, die Babyschale, der Kinderwagen, die Babyflaschen und vieles mehr stehen bereit. Wir haben sogar die Windeln gekauft. Der Fotoapparat ist voll geladen und ich habe mein Handy jederzeit (oder fast…) in meiner Hosentasche. Kurz gesagt, wir stehen in dem Starting Block. 

Das Spannende an einer Geburt ist, dass wir zwar ungefähr berechnen können, wann es losgehen könnte, aber nie genau sagen können, wann, bzw. um wie viel Uhr, an welchem Tag usw.. Wir können es nicht wirklich planen. Diese Situation – wie bei der Geburt unserer drei ersten Kinder – erinnert mich immer wieder daran, wie meine Einstellung zu Jesu Wiederkunft doch ähnlich sein sollte. 

Wenn man in der Bibel liest, kann man ungefähr sagen, was passieren wird, bevor Jesus wiederkommt. Aber es bleibt nur ungefähr, ganz zu schweigen, einen Zeitpunkt, bzw. ein Jahr oder einen Tag festzulegen.  Das bleibt unbekannt… Gott allein weiß, wann es wirklich so weit sein wird. Wenn es dann so weit ist, wird Jesus wieder zurück kommen und die Welt richten. An diesem Tag will ich bereit sein. An diesem Tag will ich in dem Starting Block stehen und zu Ihm rennen. Ich will bereit sein! Wie ist es mit dir?

Zur Zeit ist es meine große Angst, für meine Frau unerreichbar zu sein, wenn die Wehen einsetzen und dadurch einen Teil oder die gesamte Geburt zu verpassen. Ich stelle mir das schrecklich vor, weil ich dabei sein will. So ähnlich geht’s mir mit der Wiederkunft von Jesus Christus. Ich stelle mir mehr als schrecklich vor, wenn ich an diesem Tag nicht „erreichbar“ bin, bzw. nicht bereit bin, und dadurch nicht dabei sein kann. 

Erlaube mir bitte noch einmal die Frage: Wie ist es mit dir? Wenn Jesus heute wiederkommt, bist du bereit Ihm zu begegnen? Das wünsche ich mir so sehr!

Kompetenter Kommunikator

Nach ca. einem Jahr bei Toastmasters habe ich die erste Stufe meiner Weiterbildung in Kommunikation absolviert und mein Zertifikat „Competent Communicator“ bekommen. 

Um dieses Zertifikat zu erhalten, musste man 10 Redeprojekte, bzw. 10 Reden mit 10 verschiedenen Schwerpunkten als Rede strukturieren, seine Stimme variieren, visuelle Mittel verwenden, Themen recherchieren, Menschen inspirieren usw. 

Was bringt mir dieses Zertifikat? Nun… was ein Zertifikat eben bringt! Auf dem Papier sieht’s toll aus… ,aber es bringt nicht viel. Aber wenn alles, was ich in diesem Jahr gelernt habe und was auf diesem Blatt Papier „zusammengefasst“ ist, tatsächlich in die Praxis umgesetzt wird, dann bringt dieses Zertifikat doch einiges. 

Genau darum geht es; das Gelernte umzusetzen, nicht nur bei Toastmasters, sondern allgemein! Wir können noch so viele Titel, Urkunden, Zertifikate und Diplome haben – selbst wenn diese eingerahmt sind – wenn sie nur Theorie bleiben, sind sie nur so viel wert wie ein Blatt Papier und ein bisschen Tinte. Aber wenn wir umsetzen, was wir gelernt haben, um diese Zertifikate und Urkunden zu bekommen, dann wird’s langsam wirklich interessant. 

Genau das wünsche ich mir im Bereich der Rhetorik, aber nicht nur dort, sondern auch in meiner Beziehung zu meiner Frau, zu meinen Kindern, zu meinen Mitmenschen und zu meinem Gott. Ich würde mir wünschen ein ähnliches Zertifikat für´s Leben zu bekommen… aber das gibt’s nicht! Noch nicht… Wer weiß?! Vielleicht eines Tages! 

Auf alle Fälle, geht die Reise weiter. Darauf freue ich mich!

 

 

Für mehr Infos über Toastmasters: Siehe www.toastmasters.org

Für mehr Infos über die Leipziger Toastmasters Club: Siehe Leipziger Redefreiheit (Deutsch-sprachig) oder Leipzig Toastmasters (Englisch-sprachig)

40

Vor einigen Wochen, durfte ich meinen 40. Geburtstag feiern. 

40 ist für viele das Alter der „Midlife- Krise“… Warum? Liegt es daran, dass man vermutet ein Menschenleben dauert ca. 80 Jahre und deshalb sind 40 Jahre die Mitte? Oder woran liegt es? Keine Ahnung, denn persönlich erlebe ich diese „Midlife-Krise“ schon seit ungefähr 2-3 Jahren … und manchmal habe ich den Eindruck, diese Krise lauert immer wieder vor der Tür… Vielleicht hat sie gar nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit dem Lebensstil. 

Tatsache ist, dass 40Jahre alt zu sein, ein ganz besonderes Alter ist… Man kann noch voraus planen und erwarten, dass man in der Zukunft noch etwas bewegen kann und gleichzeitig kann man auf Erfahrungen und Erlebnisse, aus denen man gelernt hat, zurück blicken. 

Ich persönlich schaue auf viele glückliche Jahren zurück. Ich darf seit 13 Jahren mit Birgit verheiratet sein. 

Ich darf seit 12 Jahren Vater sein… Seit 7 Jahren bin ich Vater von 3 Kindern und bald 4… Sie sind sehr herausfordernd, sehr lebhaft, sehr schlau und gesund. 

Ich darf seit ca. 18 Jahren in einem friedlichen, reichen und schönem Land leben. 

Ich darf seit mehr als 25 Jahren meinen Glauben frei leben und frei davon erzählen. Ich durfte sogar 3 Jahren lang die Bibel studieren. 

Ich durfte in mehrere Ländern reisen, wie Frankreich, Deutschland, USA, Kamerun, Tschad, Ukraine, England… und in manchen sogar mehrere Monaten bleiben.

Ich darf auch auf mehrere schwierige und herausfordernde Ereignisse zurück blicken. Ich habe leider viele Fehler in Beziehungen gemacht, bevor ich Birgit kennen gelernt habe. Ich habe wegen meiner impulsiven Art viele Menschen verletzt und das passiert mir leider immer noch. Ich habe ein Burnout erlebt. Ich habe in einigen Situationen richtig versagt und bin heftig auf die Nase gefallen. Ich habe gelernt wie man „scheitern“ buchstabiert… Wir haben als Familie einige Projekte angefangen und mußten erleben, wie Gott aus unterschiedlichen Gründen Türen zu machte und wir uns neu orientieren mussten. 

ABER dieser Gott, womit ich seit mehreren Jahren unterwegs bin, macht DEN ganzen Unterschied in meinem Leben. Denn er lässt mich nicht im Stich. Deshalb WEIß ich, dass ich nicht nur zurück blicken muss, sondern auch mit Zuversicht, Hoffnung und Vertrauen nach vorne blicken darf. 

Ich weiß, dass wir noch viele Herausforderungen vor uns haben. So schwer sie auch vielleicht sein mögen, freue ich mich auf die kommenden Jahre, denn ich bin nicht allein unterwegs. Ich habe eine wunderbare Familie an meiner Seite… Ich habe Freunde an meiner Seite… und ich weiß, selbst wenn ich alles verlieren sollte, was ich heute habe, mein Gott, Jesus Christus, ist immer noch da, bei mir! Er bleibt derselbe… egal, ob ich 40 Jahre alt bin, oder jünger oder älter… ER BLEIBT!

1983, spielte die Band U2 das Lied „40“ in ihrem Album WAR. Die Texte sind inspiriert aus dem Psalm 40:

„I waited patiently for the Lord
He inclined and heard my cry
He brought me up out of the pit
Out of the mire and clay
I will sing, sing a new song
How long to sing this song
He set my feet upon a rock
And made my footsteps firm
Many will see, Many will see and fear
I will sing, sing a new song
How long to sing this song“

Genau das habe ich bis heute erlebt… und ich freue mich ein neues Lied (… ein neues Lebenslied) für meinen Gott zu singen!