Vermeiden – Aus Liebe die Angst ĂŒberwinden!

Gestern, Sonntag, 19.05., war ich beim Gottesdienst in der EFG Hofgemeinde, Leipzig. Ich durfte mich „segnen“ lassen, indem ich die Predigt zuhören (und nicht halten 😉 ) durfte.

Andreas Schmidt, Prediger in der EFG „Lebenslicht Limbach-Oberfrohna„, hat die Predigt gehalten. Das Thema war teil der Predigtreihe „Stacheliger Glaube“, und lautete „Der Stachel: Vermeiden – Aus Liebe die Angst ĂŒberwinden!

Mir hat die Predigt sehr angesprochen. Deshalb möchte ich ein Teil meiner Notizen mit euch teilen:

Predigttext: MatthÀus 25,14-30

Wir vermeiden entweder aus Angst, Sorge oder Überforderung. Wir suchen Sicherheit in einer gefĂ€hrlichen Welt. 

Gott rechnet gar nicht damit, dass wir Verluste leiden. Wenn wir uns fĂŒr Gott einsetzen, wird immer ein Gewinn daraus und anderen werden dadurch gesegnet. 

Wenn Gott uns herausfordert, ĂŒberfordert er uns nicht. 

→ Gottes Anspruch ĂŒberfordert uns nicht → Matth.11,28-30

→ Wir sind mehr / Wir sind stĂ€rker → 2. Kön. 6,16-17

→ Eph. 1,18-19

→ Gottes Wirklichkeit bekennen → Markus 12,23

→ Riskante Entscheidungen treffen:

– „Nein“ sagen

– Meinung laut aussprechen

– FĂŒr das Gute streiten

– Fremde einladen

– Jesus bezeugen

– Finanzen opfern

→ Liebe besiegt die Angst → 1. Joh. 4,16-19

Kritisieren = Salböl fĂŒr mein Haupt?

Vor einigen Wochen bin ich eingeladen worden, um ein Seminar zum Thema, „Kritik Ă€ußern und annehmen„, zu halten. Die erste Reaktion meiner Frau war: „Wer hat das Thema ausgesucht? Wie kommt’s, dass ausgerechnet du ĂŒber so ein Thema referierst?“ Meine Frau weiß sicherlich am besten, dass ich noch einiges ĂŒber dieses Thema zu lernen habe.

Ich habe also hinter dem Argument, dass ich genau deswegen darĂŒber referiere, WEIL ich hier noch viel zu lernen habe, Zuflucht gesucht.

Nun ist es mir erneut klar geworden:  Das Thema ist wirklich schwierig.

1) Es ist schwierig zu behandeln, denn wir alle wissen (theoretisch), wie man Kritik Ă€ußern und annehmen sollte. Wir wissen alle, wie 1956 ein philosophisches Wörterbuch das ausgedrĂŒckt hat:„Kritik gilt im Sinne einer Kunst der Beurteilung als eine der wichtigsten menschlichen FĂ€higkeiten.“ (Philosophisches Wörterbuch Hrsg. Georgi Schischkoff). D.h., wir wissen alle, dass Kritik wichtig ist.

Also, was gibt es noch darĂŒber zu sagen, was nicht schon zig mal gesagt, geschrieben und gehört worden ist? Mein Eindruck ist, dass wir „genug“ (oder zumindest „eine ganze Menge“) darĂŒber wissen, aber bei der Umsetzung „scheitern“,  bzw. uns wahnsinnig schwer tun.

Das bringt mich zu der 2. Schwierigkeit.

2) Das Thema ist wirklich schwierig umzusetzen. Ich habe einige (schlaue) BĂŒcher, Webseite und Blogartikel gelesen (Ok! Zugegeben, eher â€žĂŒberflogen“). Jedes Mal musste ich denken: „Das weiß ich doch! Das hört sich alles so „einfach“ an! Also warum funktioniert’s nur so selten?“

Da ist mir ein  Satz aus einem Lied von Wise Guys eingefallen: „Fast niemand hĂŒpft vor Freude, wenn man ihn kritisiert!“ Vielleicht ist es doch „normal“, dass „Kritik Ă€ußern und annehmen“ schwer umzusetzen ist.

Zwei Aspekte sind mir persönlich aus der Vorbereitung dieses Seminars hÀngen geblieben:

→ Wie ist Jesus selber mit Kritik umgegangen? 
Er hat Fragen gestellt.
  • Jesus mit Petrus „Warum hast du gezweifelt?“ MatthĂ€us 14,31
  • Jesus mit seinen JĂŒngern im Sturm: „Warum habt ihr solche Angst, ihr KleinglĂ€ubigen?“ Matth.8,26
  • Jesus mit seinen JĂŒngern ĂŒber den Sauerteig: „Als Jesus merkte, was sie beschĂ€ftigte, sagte er: »Ihr KleinglĂ€ubigen, warum macht ihr euch Gedanken darĂŒber, dass ihr kein Brot habt?“ Matth.16,8

Jesus wusste sehr wohl die Antwort (anders als bei uns
 Wir vermuten, bzw. nehmen an die Antwort zu kennen
 Aber das ist ein anderes Thema). Jesus hĂ€tte ihnen die Tatsache ihrer Fehler direkt ins Gesicht „knallen“ können (Anders gesagt: Er hĂ€tte sie kritisieren können und – fromm ausgedrĂŒckt – ihnen „die Wahrheit in Liebe sagen“ können). Aber durch seine Frage gab er seinen GesprĂ€chspartnern die Möglichkeit zu reflektieren, zu ĂŒberlegen und selber ĂŒber ihre Handlung nachzudenken.

Ich habe interessanterweise auf Arbeit beobachtet, wie Kollegen (die absolut keine Christen sind) genau diese Methode angewendet haben. Glaub mir, es hat sehr gut funktioniert, sowohl um Kritik zu Ă€ußern, als auch um Kritik anzunehmen, bzw. einzuordnen.

→ „Stelle eine Wache vor meinen Mund, Herr!“

Der 2. Aspekt ist aus den Psalmen. Diese Bibelverse drĂŒcken genau aus, dass wir (zumindest ich) nicht allein sind, mit dem Thema „Kritik“ einwandfrei umgehen können. Der Psalmist schreibt:

Ps. 141,3-5:„Stelle eine Wache vor meinen Mund, Herr, ja, achte auf die Worte, die ĂŒber meine Lippen kommen. Lass nicht zu, dass mein Herz sich zum Bösen verleiten lĂ€sst – sei es in gottlosen Worten oder Taten, dass ich gemeinsame Sache mache mit Leuten, die ÜbeltĂ€ter sind. Nicht einmal kosten will ich von ihren Leckerbissen!  Wer nach Gottes Willen lebt, der mag mich strafen – er tut es aus Liebe! Er mag mich zurechtweisen – es ist wohltuend wie Salböl fĂŒr mein Haupt, und dagegen werde ich mich gewiss nicht wehren!“

Wer hĂ€tte gedacht, dass Zurechtweisung (ein anderes Wort fĂŒr „Kritik“) „wohltuend wie Salböl fĂŒr das Haupt“ sein kann?

Da es wahrscheinlich normal ist, dass wir uns mit Kritik schwer tun und „nicht vor Freude hĂŒpfen, wenn jemand uns kritisiert“, bitte ich Gott darum,  „eine Wache vor meinem Mund zu stellen und auf meine Worte zu achten.“ Ich persönlich will nach Gottes Willen leben. Deshalb, wer ebenfalls nach Gottes Willen lebt, der mag mich strafen und zurechtweisen (bzw. kritisieren), denn er tut es aus Liebe. Dagegen werde ich mich gewiss nicht wehren.

(Glaub mir! Es ist mir nicht leicht gefallen diese Zeilen zu schreiben)

Toastmasters International

Wer ab und zu meinen BLOG liest, hat wahrscheinlich schon mal von Toastmasters International gehört. Doch fragte mich vor kurzem ein Freund: „Was ist das genau, Toastmasters?“ Heute möchte ich erstens kurz erklĂ€ren, was Toastmasters ist, und zweitens erzĂ€hlen, wie ich zu Toastmasters gekommen bin.

„Toastmasters International ist eine 1924 in den USA von Ralph Smedley (Anmerkung von mir: Ralph Smedley war Mitarbeiter bei der CVJM) gegrĂŒndete Non-Profit-Organisation zur Förderung der Kunst des öffentlichen Redens, der effektiven Kommunikation sowie der MenschenfĂŒhrung. Die Organisation hat nach eigenen Angaben weltweit etwa 16.400 Clubs in rund 141 LĂ€ndern der Erde mit rund 352.000 Mitgliedern. Toastmasters International ist in den USA als gemeinnĂŒtzig anerkannt, die Club-VorstĂ€nde und andere Mitglieder sind ehrenamtlich tĂ€tig. Toastmasters International bietet ein rhetorisches Trainingsprogramm mit verschiedenen Stufen und Projekten an. Dieses wird von den Mitgliedern der Clubs im Rahmen verschiedener Projekte genutzt, wozu einzelne Reden wie etwa auch die Organisation von Veranstaltungen, Festen und Treffen gehören können. Toastmasters International als Organisation ist weder politisch noch religiös aktiv, und bietet seinen Mitgliedern die Vorteile eines weltweiten Netzes.“ Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Toastmasters

Im Sommer 2016 unterhielt ich mich mit einer Bekannten, die grade auf dem Weg zu einem Toastmasters Treffen war. Sie erzĂ€hlte mir begeistert davon. Ich dachte, es klingt wirklich gut und ich wĂŒrde mir das gerne mal anschauen. Gesagt, getan! Ende September 2016 besuchte ich zum ersten Mal ein Toastmasters Clubtreffen beim Leipziger Club „Leipziger Redefreiheit„. Ich war sofort begeistert und entschied mich Ende Oktober 2016 Mitglied zu werden. Seit dem bin ich bei den Toastmasters Clubtreffen regelmĂ€ĂŸig dabei und zu Redewettbewerben unterwegs.

Der erste Grund, warum ich bei Toastmasters bin, ist, um meine „Kunst des öffentlichen Redens (und) der effektiven Kommunikation“ zu fördern und zu verbessern. Ich habe im Laufe der Jahre oft in den Gemeinden beobachtet, wie wir Christen unheimlich viel Wert auf den Inhalt der Botschaft, bzw. auf die Predigten legen. Das ist auch richtig so, denn darum geht es. Es geht um das Evangelium! Nichtsdestotrotz habe ich oft gemerkt, dass wir kaum, wenn nicht sogar ĂŒberhaupt gar keinen Wert auf die Form, bzw. auf die Rhetorik der Prediger legen.

Ich glaube, das ist ein Fehler.

Stell dir vor, du bestellst eine Pizza. 30 Minuten spĂ€ter wird deine Pizza geliefert. Du freust dich riesig darauf. Du machst die Packung auf und siehst, dass die Pizza „vermatscht“ ist. Alle Zutaten sind vorhanden, aber der Teig ist nicht fertig gebacken, die Tomaten sind verschimmelt, das Fleisch nicht durch usw… Du beschwerst dich natĂŒrlich beim Lieferant. Darauf antwortet er: „Aber wo ist das Problem? Alle Zutaten (bzw. der Inhalt) sind doch vorhanden. Der Rest ist nur eine Frage der Form. Das ist doch nicht so wichtig, denn unter uns gesagt, alles endet sowieso am „selben Ort.“ Darauf zwinkert der Lieferant.

Wer wĂŒrde sich mit einem solchen Argument zufrieden geben? Sicherlich niemand.

Doch machen wir das Sonntag fĂŒr Sonntag mit unseren Predigten. „Der Inhalt ist doch vorhanden. Der Rest ist nur eine Frage der Form. Das ist doch nicht so wichtig.“ So argumentieren wir.

Wie gesagt: Ich glaube, das ist ein Fehler.

Wenn das Evangelium von Jesus Christus wirklich rettet (wovon ich ĂŒberzeugt bin), wenn das Evangelium die gute Nachricht von Gott fĂŒr die Menschen ist (wovon ich ebenfalls ĂŒberzeugt bin), wenn der Inhalt des Evangeliums wirklich das Wichtigste ist (wovon ich auch ĂŒberzeugt bin), DANN „verdient“ das Evangelium die beste „Verpackung“, bzw. die beste „rethorische“ Form. So wie eine Pizza, die lecker aussieht und gut riecht, schmackhaft ist, Ă€hnlich wird eine Predigt ĂŒber die schönste Botschaft, die es je gegeben hat und je geben wird, fĂŒr jeden Menschen „schmackhaft“ werden.

Wenn wir als Prediger unsere Rhetorik ĂŒben und darauf achten (und natĂŒrlich den Inhalt nicht vernachlĂ€ssigen), dann bin ich ĂŒberzeugt, dass viele Menschen auf das Evangelium neugierig werden.

Genau das ist mein Wunsch. Genau daran will ich arbeiten.

Genau das ist der erste Grund, warum ich bei Toastmasters bin.

Wenn du ĂŒber Toastmasters mehr wissen willst, hier einige Videos und Link:

Toastmasters Webseite

Die Wunder, die vor unseren Augen stattfinden

Unsere jĂŒngste Tochter ist vergangene Woche Samstag 1 Jahr alt geworden. Diese Woche hat sie mit Hilfe eines Babykinderwagens ihre ersten Schritte – mehr oder weniger allein – geschafft. Es sieht alles noch sehr wackelig aus, aber wir standen neben ihr und waren unheimlich stolz.

Vor einigen Wochen hat sie zum ersten Mal ihre „GeschĂ€fte“ auf den Topf gemacht. Die gesamte Familie jubelte vor Stolz.

Seit einigen Tagen  schlĂ€ft sie zusammen mit ihrem Bruder im Zimmer und sie schlĂ€ft fast immer durch bis zum Morgen. Papa und Mama sind besonders stolz auf sie 🙂 

Das ist zwar alles sehr schön, aber doch nichts Besonderes. Wir haben das alle durchlebt. Wir haben gelernt zu laufen, gelernt auf die Toilette zu gehen und durchzuschlafen. Heute geschieht das (zumindest meistens) automatisch. 

Genau das habe ich auch gedacht, bis ich vor einigen Tagen meine Tochter bei ihren ersten Schritten beobachtete oder als sie zum ersten Mal mit uns am Tisch sitzen und essen konnte. Die Freude in ihrem Gesicht war nicht zu ĂŒbersehen. Vielleicht ist es doch nicht so „selbstverstĂ€ndlich“? 

Ich weiß, dass ich in einigen Wochen das auch wieder als „selbstverstĂ€ndlich“ hinnehmen werde. Ich bin aber trotzdem fĂŒr solche Situationen dankbar, denn dadurch werde ich daran erinnert, dass tagtĂ€glich Wunder direkt vor meinen Augen stattfinden. Ich muss „nur“ lernen, die Augen zu öffnen und in die richtige Richtung zu schauen.  

Darum bete ich zu Gott an jedem Tag. Ich will in meinem Alltag so wenig wie möglich als „selbstverstĂ€ndlich“ betrachten, sondern es als einmaliges und wundervolles Geschenk annehmen. DafĂŒr will ich dankbar sein.  

Meine Kinder dĂŒrfen laufen. Ich darf laufen.

Meine Kinder dĂŒrfen allein essen. Ich darf allein essen
 und satt werden.

Meine Kinder dĂŒrfen lesen und schreiben. Ich darf lesen und schreiben.

Meine Kinder dĂŒrfen selbststĂ€ndig denken und sich ausdrĂŒcken. Ich ebenfalls.

Beinahe hÀtte ich noch vergessen:

Meine Kinder dĂŒrfen selbststĂ€ndig auf Toilette gehen. Ich auch 🙂

Danke, Gott, fĂŒr all diese Wunder, die tagtĂ€glich vor meinen Augen stattfinden. 

Wo fliegen Sie hin?

Diese Frage stellte mir gestern ein Stewart am Flughafen. Das Interessante ist aber nicht die Frage, sondern die Antwort, die ich ihm nach einigen Sekunden Verwirrung und Überlegung, gab: „Nach Paris!„. Darauf antwortete der Stewart: „Nein! Wir SIND in Paris. Wo fliegen Sie hin?“ Nach einigen lĂ€ngeren Sekunden Verwirrung und Überlegung, antwortete ich: „Euh… euh… nach Berlin!

Ich kam von 2 Tagen in Paris mit meinen Kindern zurĂŒck. Ich sah im Terminal eine lange Schlange von Menschen mit riesigen Koffern. Ich suchte nach dem Durchgang fĂŒr Passagieren, die – wie wir – nur HandgepĂ€ck hatten und schon online eingescheckt hatten. Ich konnte aber diesen nicht finden. Deshalb sprach ich den Stewart an und fragte: „Sollen wir uns anstellen? Oder dĂŒrfen wir durch?“

Ehrlich gesagt, fliege ich nicht so oft. Deshalb bin ich immer etwas nervös. Dazu von Paris aus. Mit 3 Kindern
 Kurz gesagt: ich war ziemlich aufgeregt. Deshalb war ich mir nicht mehr so sicher, wo will ich ĂŒberhaupt hin?

Geht es dir manchmal auch so Àhnlich? Nicht unbedingt am Flughafen, aber im Leben?

Wo fliegst du hin? Wo gehst du hin? In welcher Richtung? Was ist dein Ziel? Was willst du erreichen?

Ist es dir immer bewusst? Egal wie du LebensumstÀnde sind? Oder kommst du doch manchmal im Stottern?

Persönlich, fand ich es sehr praktisch, meine Bordkarte auf mein Handy zu haben. Ich konnte so immer wieder darauf einen Blick werfen und wurde daran erinnert, wo ich hinfliege. Ich tue mir schwer mit den Monitoren mit den Fluginformationen („Flugnummer“, „Gate“, „Time“ usw.). Darauf siehst du alle FlĂŒge, die entweder landen oder starten. Das ist eine ganze Menge. Falls du nicht mehr weiß, wo du hinfliegst, sind diese Monitoren nicht sehr hilfreich, denn du könntest „ĂŒberall“ hinfliegen.

Worauf will ich hinaus?

Hast du etwas Ă€hnliches wie eine „Bordkarte“ in deinem Leben, die dich schnell daran erinnert, wo du hinfliegst, bzw. in welcher Richtung du gehst und was du erreichen willst?

Sowas wĂŒnsche ich dir vom Herzen. Wenn du wegen den LebensumstĂ€nden, ĂŒber die Frage „Wo fliegst du hin?“, im Stottern oder im Zweifeln kommst, wirf einen Blick auf deiner „Bordkarte“. Erinnere dich wo du hinfliegst, bzw. hinwillst. Fliege nicht nach Lust und Laune, da wo der Wind dich hintrĂ€gt. Sondern fliege dorthin, wo dein Ziel dich fĂŒhrt und sich befindet.

Storytelling Night (Fortsetzung)

Am 20.02.2019, fand die erste Storytelling Night bei der Moritzbastei in Leipzig. Es war einen echt gelungenen Abend mit ĂŒber 35 Leute gequetscht in einem kleinen Raum um 6 Rednern zu zuhören, die ĂŒber das Thema „Der Zauber des Neubeginns“ erzĂ€hlt haben.

Hier ist mein „Beitrag“ :-):

Wer mehr darĂŒber wissen will: Storytelling auf Facebook

Der nĂ€chste Storytelling Abend findet am 27.03. statt, mit dem Thema „DafĂŒr schlĂ€gt mein Herz“.

Storytelling Night

Ich freue mich riesig am kommenden Mittwoch (20.02.) beim 1. Storytelling Abend mit dabei zu sein.

Vielen lieben Dank an Kristin Kluck (Homepage) fĂŒr die Einladung und diese tolle Möglichkeit. Der Abend findet in der Moritzbastei in Leipzig statt.

Das Thema des Abends lautet „Der Zauber des Neubeginns“. Ich darf 1 von 6 Rednern sein und bin unheimlich gespannt, was alles ĂŒber dieses Thema an dem Abend erzĂ€hlt wird.

Wenn du also am kommende Mittwoch, in Leipzig bist und einen coolen Abend verbringen willst und ĂŒber ein interessantes Thema nachdenken willst, bist du herzlich willkommen beim 1. Storytelling Abend, dabei zu sein.

… Fortsetzung folgt…

Musikempfehlung: Switchfoot

Hier kommt eine weitere „Werbepause“ fĂŒr Musik-Interessenten.

Diesmal möchte ich euch die Band Switchfoot besonders empfehlen.

Ich habe Switchfoot vor ca. 17 Jahren entdeckt. Ich war damals an der Bibelschule. Ein guter Freund hatte mir die CD „Learning to breathe“ vorgespielt.

2002 – wĂ€hrend eines Gemeindepraktikums in Yorba Linda, Orange County, Kalifornien – hatte ich die Chance Switchfoot in einem Baseball Stadion (zusammen mit Skillet) im Konzert zu sehen. Ich kann meine Freude und Begeisterung in diesen Zeilen unmöglich wiedergeben. Bis heute spĂŒre ich beides in meinem Herzen, immer wenn ich Switchfoot höre. Ich durfte sie seitdem noch mal in einem Konzert sehen und die Freude und die Begeisterung waren immer noch da.

Was macht Switchfoot so besonders?

Nach 11 Alben und einigen „Side-projects“ schaffen sie es, sich weiter zu entwickeln und sich trotzdem immer noch “treu” zu bleiben. Was meine ich damit? Drei Musiker der Band sind dieselben seit 1996 – die zwei anderen sind vor ca. 15 Jahren dazu gekommen. Seitdem sind sie gemeinsam unterwegs!

„Unterwegs“ ist ein guter Begriff, um Switchfoot zu beschreiben. Sowohl ihre Musik, als ihre Texte widerspiegeln eine geistige Reise. Jede CD ist musikalisch etwas unterschiedlich und dennoch wird sie eindeutig durch den Sound von Switchfoot bestimmt.

Die Stimme von Jon Foreman ist wirklich einzigartig. Die Band schafft es, ruhige, heftige, rockige, fröhliche und dĂŒstere Songs auf einer CD, bzw. einer BĂŒhne zusammen zu bringen.

Ihre neue CD „Native Tongue“ –  Muttersprache –  (Siehe Video unten) ist unterschiedlich angenommen worden. Es liegt daran, dass Switchfoot etwas anderes, neues (?), experimentieren wollte. Das ist ihnen gelungen. Obwohl ich am Anfang etwas enttĂ€uscht war, habe ich mich „durchgerungen“ das Album immer wieder zu hören. Warum? Weil ich mittlerweile Switchfoot „kenne“ und weiß, dass etwas wie QualitĂ€t, Herz und Seele in ihrer Musik steckt, d.h., ich ahnte, dass etwas drin steckt, was ich vielleicht noch nicht entdeckt habe.

Was ich bisher bemerkt habe, ist die große TextqualitĂ€t. Die Lieder, „Native Tongue“ und „Voices„, sprechen vom Gewicht unserer Worte und ihrer Wirkung. Die Lieder,  „Let it happen„, „All I need“ und „The strength to let go„,  sprechen von „Hingabe“ und „Kapitulation“ vor dem, was wir wirklich brauchen und worauf es im Leben ankommt.

Die anderen Lieder sprechen u.a. von Freude, Vergebung, Liebe und Begeisterung, die nicht weggenommen werden kann.

Wie erwÀhnt: Switchfoot nimmt uns auf eine innere Reise mit.

Da ich Reisen liebe, geniesse ich ihre Musik.

Vielleicht ist Switchfoot auch „Deine Musik“.

Hier kannst du einiges „horchen“:

Eine fröhliche Beerdigung

Gibt’s sowas ĂŒberhaupt? Oder ist es respektlos und makaber?

Ich bin letzte Woche Samstag zu einer Beerdigung gefahren. Ein meiner Vorbilder war ein paar Tage zuvor verstorben. NatĂŒrlich habe ich mich nicht gefreut. NatĂŒrlich bin ich nicht fröhlich zu Trauerfeier gefahren. Ich bin eher nachdenklich und traurig hingefahren, weil ich mich nicht vorher von ihm verabschieden konnte.

Ich bin aus Respekt und Liebe zu seiner Familie hingefahren. Logischerweise sind TrĂ€nen geflossen. Über 200 Leute waren zusammen gekommen, um sich von dem Verstorbenen zu verabschieden. Aber mitten dieser Trauer und Traurigkeit, herrschte Freude. Wieso? Weil alle – seine Ehefrau, seine Kinder, Enkelkinder, Freunde, Verwandte… – ĂŒberzeugt sind, dass wir eines Tages ihn wiedersehen werden. Deshalb war die Freude grĂ¶ĂŸer als alles andere.

Nein, es war nicht einfach sich zu verabschieden.

Nein, es geht weder darum den Tod zu verharmlosen oder den ĂŒber die leichte Schulter zu nehmen.

Es geht darum sich bewusst zu werden was stÀrker ist.

2 Dinge haben mir im Leben des Verstorbenen und seiner Familie sehr berĂŒhrt:

Das 1. ist: Seine Treue. Er war immer zu Stelle um zu helfen. Aber er mochte ĂŒberhaupt nicht in Mittelpunkt stehen und es sollte nicht um ihn gehen. Selbst bei seiner eigenen Beerdigung. Es sollte immer um Jesus Christus gehen. Als ihn gefragt wurde, was er gerne ĂŒber Jesus anderen weiter geben möchte, sagte er: „Gottes Treue, trotz meiner Untreue!“

Das 2. ist: Er hatte keine Angst zu sterben. Er hatte zwar Angst vor schmerzen u.Ă€. aber er hatte vor Sterben keine Angst. Warum? Weil er sich sicher war, wo er hingeht. Er hat sich gefreut (endlich) nach Hause zu seinem Herrn zu gehen. Zum Schluss der Trauerpredigt, wurde gefragt: „Weißt du, wo du hingehst?“ Und anschliessend (sinngemĂ€ĂŸ): Du bist eingeladen Jesus Christus kennen zu lernen, um die Gewissheit und den Frieden zu bekommen, eines Tages (vielleicht heute?) nach Hause zu unserem Herrn zu kommen.

Ich wĂŒnsche mir einen Ă€hnlichen Spur zu hinterlassen, wie dieser Bruder, der vor knapp 2 Wochen nach Hause gegangen ist.

Dankbar (Erlebnis zum 4. Advent)

„Danke“ ist eines der schwierigsten Worte in der deutschen Sprache. Genau wie „merci“ auf französisch. Angeblich
 Aber seien wir mal ehrlich: Wie schwer ist es das Wort „Danke“ auszusprechen? Die Aussprache ist wirklich einfach, es tut nicht weh am Kiefer und doch habe ich manchmal den Eindruck, Danke zu sagen, kostet uns „die Welt“.

Ich durfte heute morgen in der EFG Obercrinitz ĂŒber Psalm 103, 1-5 predigen. Mein Thema lautete „Danken und Preisen ist das Heilmittel gegen Unzufriedenheit„.

Wie zufrieden sind wir?

Wie dankbar sind wir?

Wahrscheinlich werden einige fragen: WofĂŒr soll ich dankbar sein?

Brauchen wir unbedingt einen Grund?

Oder vielleicht haben wir einfach den Grund unsere Dankbarkeit zu vergessen.

Wenn wir ein kleines bisschen ĂŒberlegen, finden wir viele GrĂŒnde, wofĂŒr wir danken können. Und natĂŒrlich ist Weihnachten ein großer Grund.

Der Grund unsrer Dankbarkeit, das GlĂŒck der Geborgenheit, das Maß unsrer Freude liegt in Dir, o Gott.“ (Aus dem Lied „Der Grund unsrer Dankbarkeit)

Ich mache Dir also Mut zu ĂŒberlegen, wofĂŒr du danke sagen kannst und dann sag es! (So einfach ist es!) Glaub mir, mit der Zeit wird sich dein Kiefer daran gewöhnen, und es wird dir nicht mehr so schwer fallen „DANKE“ auszusprechen.