1 Jahr Fortify

Vor 1 Jahr, habe ich Fortify gestartet. Die Homepage wurde gelauncht und Flyer verschickt. 

In diesem 1. Jahr ist einiges passiert und dafür bin ich unheimlich dankbar. 

Ich freue mich auf das kommende Jahr und bin sehr gespannt was Gott durch Fortify bewirken wird. 

UN-brauchbar?

Ich gebe zu… ich bin ziemlich langsam am Lesen. Ich mache viele Sachen sehr schnell (manchmal sogar zu schnell)… aber wenn es ums Lesen geht, bin ich eher eine Schildkröte. Ich lese sehr gerne, aber eben, langsam. 

Das um zu sagen: Ich bin heute endlich mit dem Buch „UN-
brauchbar“ von Steven Furtick fertig geworden (Nein. Ich werde nicht sagen, wann ich das Buch angefangen habe).

Ich würde gern eine Rezension schreiben… aber hier kommt meine nächste „Schwäche“: Ich habe keine Ahnung wie man eine Rezension schreibt. Nun habe ich aus dem Buch gelernt: Ich nehme meine Schwäche an und stehe dazu. Das Tolle ist, es gibt Leute, die wissen, wie man eine gute Rezension schreibt. Deshalb nutze ich die Gaben dieser Personen 🙂

Hier findest du eine einfache und gute Rezension zum Buch „UN-brauchbar: Warum Gott Verlierer braucht, um große Dinge zu tun„. 

Und hier findest du einige Stellen aus dem Buch, die mir besonders gefallen und angesprochen haben: 

Sie sind absichtlich unendlich vielschichtiger und komplizierter als die fünfte Symphonie von Beethoven.“ S.58

Das Ziel der Veränderung ist nicht die Liebe Gottes, sondern Gottes Liebe ist das Geschenk, durch das die Ziele erst möglich werden. Wenn wir ein Geschenk wie ein Ziel behandeln, dann wird dadurch beides – sowohl das Geschenk als auch das Ziel – abgeschwächt.“ S.82

Wer wir jetzt gerade sind – mit allen Schwächen und Stärken, allem Scheitern und Erfolgen -, ist nicht das Problem. Sondern wer wir sind, ist die Lösung. So unglaublich es scheint, könnte es doch auch sein, dass ausgerechnet die Dinge an uns, die uns selbst wahnsinnig machen, von entscheidender Bedeutung dafür sind, dass wir unser Potenzial ausschöpfen können.“ S.120

Unsere Schwächen machen uns nicht unfähig und disqualifizieren uns, sondern sie qualifizieren uns sogar besonders, weil sie Zugänge sind, über die Gottes Macht in unser Leben durchdringt.“ S.120

Die Geschichte von Jakob zeigt uns, dass es im Leben nicht darum geht, unsere Schwächen zu besiegen, damit wir endlich glücklich leben können bis an unser seliges Ende. Nein, es geht darum, jetzt zu leben, genau so, wie wir sind, angenommen von Gott uns deshalb auch in der Lage, uns selbst anzunehmen.“ S.255

Das Ziel unserer Existenz ist nicht Perfektion, sondern Beziehung.“ S.259

Ich glaube, das oberste Ziel Gottes für unser Leben hier auf der Erde besteht nicht im Ankommen, sondern im Erreichen.“ S.263

Ich sehe was du nicht siehst…

Was siehst du? Was siehst du, wenn du aufstehst? In der Strasse gehst? Mit dem Auto fährst? Auf Arbeit bist? In der Schlange an der Kasse im Supermarkt stehst? WAS SIEHST DU?

Ich habe heute das neue Video von TobyMac vom Lied „Everything“ angeguckt. Es hat mich erneut berührt und angesprochen. In dem Lied singt TobyMac: 

„I see You in everything, all day (Ich sehe dich in allem, den ganzen Tag)
And every beat of my heart keeps reminding me (Und jeder Schlag meines Herzens erinnert mich immer wieder daran)
I see You in every little thing, all day (Ich sehe dich in jeder Kleinigkeit, den ganzen Tag)
No matter where I go I know Your love is finding me (Egal wo ich hin gehe, ich weiß, deine Liebe findet mich)
I see You in everything (Ich sehe dich in allem)
You’re all up in everything“ (Du bist in allem)

Hier kannst du die Texte vom Lied lesen.

Das Video unterstreicht die Texte und bringt mich persönlich sehr zum Nachdenken.

Was sehe ich? Welche Farbe? Grau? Bunt? Sehe ich das Positive in den Leuten, die ich begegne? Oder nur das Negative? 

Schau dir das Video an… vielleicht kommst du auch zum Nachdenken, was du um dich herum siehst?

 

Steinfisch

Nach einer Pause von ca. einem Monat bin ich wieder zurück.

Wir hatten eine tolle Zeit in der Nähe von Stralsund und auf der Insel Rügen. Diese Insel begeistert mich immer wieder.

Wir haben in Stralsund die Gelegenheit genutzt das Meeresmuseum zu besuchen. Es war echt faszinierend und ist wirklich sehr empfehlenswert.

Mich hat besonders der Steinfisch beeindruckt.

Erstmal habe ich den gar nicht gesehen. Dann, als er den Mund ein bisschen aufgemacht hat, habe ich ihn wahrgenommen. Ansonsten sieht er buchstäblich wie ein Stein aus. Ich habe gelesen, dass sich in seinen Rückenflossen ein Gift befindet, das für Menschen in ca. 15 Minuten tödlich sein kann.

Ich gebe zu, dass ich sofort an bestimmte Situationen im Leben denken musste. Es gibt Dinge, die wir tun, ohne zu ahnen, welche Folgen sie haben können… in unserem Leben, in unserem Umfeld. Ja, klar können wir immer sagen: „Das habe ich doch nicht gewusst! Sonst hätte ich das nicht gemacht!“

Sicher ist es genauso…, falls ich einen Steinfisch sehe und weiß, wie tödlich er sein kann, wenn ich  ihn anfasse, dann werde ich ihn eben nicht berühren! Das Problem ist nämlich, dass der Steinfisch sehr gut getarnt ist, genau wie bestimmte Dinge im Leben.

Es steht kein Schild: „Achtung! Gefahr!“ mit einer Liste der möglichen Folgen. Auch Folgen im Leben sind meistens sehr gut getarnt, und werden erst sichtbar, wenn wir entweder ganz nah sind oder sie schon berührt haben. Dann ist es oft zu spät.

Was können wir also tun?

Der Steinfisch lebt in bestimmten Gewässer, bzw. „im tropischen Indopazifik und im Roten Meer„. „Steinfische leben als einzelgängerische Bodenbewohner, meist als Fels getarnt, in relativ flachem Wasser in Korallen- und Felsriffen, auf Sand-, Geröll- und Weichböden.“ (s. Wikipedia)

D.h., wer in solchen Gewässern schwimmt, bzw. taucht, der sollte  aufmerksam sein. So ähnlich ist es auch im Leben. Man kann zwar nicht alles vorher sehen, aber man kann aufmerksam sein. Die Versuchung, die „Gefahr“ sieht wahrscheinlich für jeden von uns etwas unterschiedlich aus, aber du solltest dich so gut kennen, dass du weißt, wie der „tropische Indopazifik“ in deinem Leben aussieht, bzw., wo ein „Steinfisch“ sich vielleicht verstecken könnte. Dann heißt das: Aufmerksam sein! Vorsichtig sein!… und vielleicht sogar: WEG! Denn wer mit dem Feuer (oder mit dem Steinfisch) im Leben spielt, wird sich sicherlich früher oder später verbrennen.

Er-folg(t)

„Das werde ich sowieso vergeigen!“

„Das kann nicht sein! Da ist etwas faul!“

„Das ist doch zu schön, um wahr zu sein!“

Kennst du auch solche Gedanken?

Vor einigen Tagen hat unsere Tochter, Lenia, an ihrem ersten Wettkampf im Voltigieren teilgenommen. Sie war super aufgeregt. Sie sagte vor dem Turnier: „Ich habe geträumt, dass die Gruppe wegen mir verliert und dass ich alles vergeigt habe.“ Unbekümmert sagte darauf ihr Bruder: „Du wirst bestimmt vom Pferd fallen!“ (Geschwisterliebe :-))

Wie sehr haben wir uns gefreut, als sie und ihre Gruppe zwei Mal den 1. Platz bekommen haben. Die Reaktion der Kinder war genial zu beobachten. Sie konnten es nicht fassen! Es war zu schön, um wahr zu sein. Für die meisten der Kinder war es ihre erste Erfahrung in einem Wettbewerb… und nun stehen sie da als Gewinner. Das kann nicht sein! Es war bei einem Mädchen deutlich zu sehen, dass sie das nicht glauben konnte. Und doch stimmte das! Sie haben gewonnen!

Kennst du auch solche Situationen? Du hast dich eingesetzt. Du hast hart gearbeitet. Gelernt, geübt, trainiert usw. und „plötzlich“ stehst du da und es ist so weit! Du hast bestanden! Du hast gewonnen! Du hast es geschafft! Das kann nicht sein! Das ist doch zu schön, um wahr zu sein.

Manchmal geht mir dieser Gedanke durch den Kopf: „Ich träume! Und irgendwann werde ich plötzlich aufwachen und begreifen, dass nichts davon gestimmt hat.“ Ich gebe zu, dass ich manchmal Angst davor habe erfolgreich zu sein.

In der Psychologie wurde schon lange erkannt, dass manche Menschen unter der krankhaften Angst vor Erfolg leiden. Nun bin ich kein Psychologe. Aber ich frage mich, in dem ich u.a. selbst reflektiere, woher diese Angst vor Erfolg kommen könnte. Denn eigentlich ist Erfolg doch etwas Positives. Das bedeutet doch, dass man erreicht und geschafft hat, was man sich vorgenommen hat. Jeder Mensch wünscht sich – logischerweise – erfolgreich zu sein. Doch Erfolg ist mit einem gewissen Druck verbunden… Ich vermute, dass Erfolg mit dem Druck “immer erfolgreich zu sein” verbunden ist. Wenn ich Erfolg habe, darf ich nie mehr versagen, nie mehr verlieren. Das haben wir z.B. an der deutschen Fußball – Nationalmannschaft vor einigen Tagen gesehen. Kaum hatten „die Elf“ verloren, schon waren die ersten Witze im Netz zu lesen. (Es ist doch wohl bekannt: Es macht so viel Spaß, sich über den Verlust von anderen lustig zu machen.).

Genau dieser Druck des Erfolges wiegt eine Tonne auf den Schultern. Genau dieser Druck macht oft Angst. Genau dieser Druck macht mir persönlich Angst.

Wie kann man wohl damit umgehen? Immer scheitern, um Erfolg zu vermeiden, ist wahrscheinlich auch nicht die beste Variante. Also?

Vor einigen Jahren las ich einen Bericht über einen Jungen aus Thailand (glaube ich…). Er lebte in schwierigen und armen Verhältnissen. Doch da stand auch: „Er hat Erfolg! Er-folgt Jesus nach!“ Dieser Bericht und diese Aussage haben mir geholfen mich erneut zu fokussieren. Was, bzw. wer definiert mein Erfolg? Wann bin ich m.E. erfolgreich?

Menschlicher Erfolg macht mir schon etwas Angst… aber Erfolg, wo ich Jesus nachfolge, motiviert mich, ehrt mich, gibt mir Mut und erfreut mich. Denn ich weiß, dass ich in Jesus nicht immer erfolgreich sein muss – ganz zu schweigen, von dem Erfolg nach menschlichem Maß. In Jesus darf ich versagen, fallen, und verlieren. Denn wenn ich Jesus nachfolge, weiß ich, dass ER mich erfolgreich macht. Mein Erfolg kommt von Ihm.

Genauso will ich meine Tochter ermutigen, sowohl bei ihrem nächsten Voltigierturnier als auch bei allen Herausforderungen des Lebens. Ich will sie anfeuern, damit sie wieder eine Medaille gewinnen kann. Aber ich will ihr auch klar machen, dass es nicht alles ist. Für mich (und meine Frau) ist sie (sowohl sie als auch ihre Geschwister) die Beste! Sie hat schon längs unser Herz gewonnen und noch besser: Sie hat schon längs Jesus Herz gewonnen. Deshalb will ich sie ermutigen den wahren Erfolg zu erleben, in dem sie Jesus nachfolgt. Denn in Ihm ist sie IMMER erfolgreich…

Mastering Your Life e.V.

Am Sonntag, dem 3. Juni, fand der Vereinstag von Mastering Your Life e.V.statt.

Mastering Your Life e.V. ist ein christliches Hilfswerk, das im September 2004 gegründet wurde. MYL e.V. hat das Ziel, Menschen in ihrer Hoffnungslosigkeit aufzufangen und sie zu einer aktiven sowie kreativen Lebensgestaltung zu ermutigen.

Ich habe Mastering Your Life e.V. vor ca. 1 1/2 Jahren kennengelernt. Ich kannte schon länger einen der Gründungsmitglieder, Dietmar Rieger, Pastor der Gemeinde „Hoffnungszentrum“ in Leipzig. Als ich ihm von Fortify erzählte, lud er mich ein zu einem Treffen mit dem Vorstand von MYL e.V., denn Dietmar war der Meinung, dass eine Zusammenarbeit möglich und gut wäre. So kam’s, dass Fortify im Sommer 2017 im Rahmen von MYL e.V. aufgenommen wurde.

Ich bin für die Unterstützung und den Einsatz von MYL e.V. sehr dankbar. Ich kann mich hundert Prozent auf das Anliegen von Fortify konzentrieren und ich weiß, dass die Hintergrundaufgaben, wie Verwaltung u.ä. in guten Händen sind. Alle Spenden an Fortify fließen über MYL e.V..

Der Vereinstag ist auch eine tolle Möglichkeit andere Projekte und Projektleiter im Rahmen von MYL e.V. kennen zu lernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

 

Hier einige Projekte:

Licht auf dem Berg ist ein christliches Projekt im Erzgebirge. Mit ihrer Arbeit möchten die Mitarbeiter von Licht auf dem Berg besonders junge Leute in eine lebendige Beziehung mit Jesus einladen und zur verbindlichen Nachfolge ermutigen. Licht auf dem Berg möchte jungen Leuten helfen, im Alltag mit Jesus zu leben und sich mit ihren Gaben in ihren Heimatgemeinden einzubringen. Licht auf dem Berg bietet Lobpreisabende, ein Gebetshaus, Rüstzeiten, Jüngerschaftschulen, Bibelschule, u.v.m. an.

Light Joy Hope: Das ist eine Arbeit von Martin und Ines Fritzsch mit den  Schwerpunkten: „Anbetung, Verkündigung und Israel“. Martin und Ines Fritzsch haben den Vereinstag von MYL e.V. mit ihrer Musik besonders bereichert. Hier kannst du ihren Infoflyer herunterladen.

Mastering Your Life e.V. setzt sich nicht nur in Deutschland ein, sondern auch im Ausland, wie z.B. auf den Philippinen.

Christlich-Medizinische Philippinenhilfe: (Hier die Homepage auf english: https://www.vhicf.org) Der CEO Carsten Aust hat beim Vereinstag die Arbeit von Christlich-Medizinischer Philippinenhilfe vorgestellt. Ich empfehle dir sehr, auf der Homepage “herum zu klicken” und einige Videos anzuschauen. Die Arbeit dort ist wirklich sehr beeindruckend.

Das sind nur ein paar Projekte, die von Mastering Your Life e.V. unterstützt werden.

Danke für eure weiteren Gebete und Unterstützung.

 

(c) Bilder von Dietmar Rieger

Gemeindefreizeit in Krelingen

Letztes Jahr hatte ich die Freude von der LKG Magdeburg zu einer Gemeindefreizeit eingeladen zu werden. Diese fand Ende April 2018 im Geistlichen Rüstzentrum Krelingen statt. Cool! Ich hatte immer wieder von Krelingen gehört, hatte aber noch nie die Gelegenheit dorthin zu fahren. Und noch dazu als Referent! Ouah!

Ich durfte 3 Unterthemen zu dem spannenden großen Thema halten: „Wüsten und dürre Zeiten“.

Thema 1: „Wüsten und Krisen gehören zum Leben dazu. Wieso?“

Thema 2: „Wie gehen wir mit Wüsten und Krisen im Leben um?“

Thema 3: „Warum lässt Gott Wüsten und Krisen zu?“

Alle 3 Themen waren als „interaktive Seminare“ gestaltet, d.h. mit Input, Gruppenarbeit, Gesprächsmöglichkeit, Zeit für Rückfragen. Jeder hatte ein „Handout“ (Das neue deutsche Wort für „Handzettel“) und konnte so Notizen aufschreiben und mit nach Hause nehmen.

Mir persönlich hat es große Freude gemacht über dieses herausfordernde Thema zu sprechen und mit anderen in Gespräch zu kommen.

Die Teilnehmer der Gemeindefreizeit waren ebenfalls erfreut, bzw. ermutigt, gestärkt und ausgerüstet (= das Anliegen von Fortify).

Genau diese Art von Seminaren biete ich im Rahmen von Fortify an. Sie können in den unterschiedlichsten Settings stattfinden: Gemeindefreizeit, Mitarbeiterseminar, Jugendstunden, Hauskreis, Gottesdienst, Jugendgottesdienst, Vortragsabend und und und.

Hier könnt ihr noch andere Themenvorschläge finden. Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr gern mich einfach kontaktieren (Hier klicken).

Steht’s wirklich so?

Vor einigen Tage, habe ich mit Phileas und Lenia die Andacht bevor ins Bett gehen, gelesen. Bevor ich anfing zu lesen, sah ich, dass der Vers für die Andacht Epheser 6,1 war:

„Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern! So möchte es der Herr, dem ihr gehört; so ist es gut und richtig.“

Ich sage als Witz zu meinen Kindern: „Hört gut zu! Das ist mein Lieblingsvers heute Abend.“ Und lese den Vers laut.

Beide Kinder lachen sich kaputt. Lenia sagt mir: „Das steht doch gar nicht! Das hast du dir nur ausgedacht!“ Als ich anfing zu lesen, machten beide nur quatsch und taten so als ob, sie sich die Ohren zu hielten.

Ich muss sagen: Wir haben wirklich gut gelacht.

Nach der Andacht (und natürlich nachdem Phileas und Lenia sehr gehorsam waren und tief schliefen ;-)) musste ich an der Situation zurück denken. Ich, als Papa, habe den Vers besonders langsam und deutlich vorgelesen, in der Hoffnung, dass die Kinder die Botschaft begreifen. Die Kinder ihrerseits haben Witze gemacht und indirekt damit ausgedrückt, dass sie den Vers nicht hören wollten. Es ist eigentlich verständlich oder? Lasst uns mal ehrlich sein: Machen wir, Erwachsene, das auch nicht so?

Viele Männer zitieren stolz ihren Frauen aus der Bibel: „Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter! Ihr zeigt damit, dass ihr euch dem Herrn unterordnet.“ (Eph. 5,22) und Frauen zitieren ebenfalls stolz aus der Bibel: „Und ihr Männer, liebt eure Frauen! Liebt sie so, wie Christus die Gemeinde geliebt hat: Er hat sein Leben für sie hingegeben.“ (Eph. 5,25… Ja, nur ein paar Verse weiter). Und beide „scheinen“ nichts von den anderen Vers zu wissen… Ich hab manchmal den Eindruck, wir zitieren gern aus der Bibel, wenn sie unsere Meinung, bzw. was wir erreichen wollen, bestätigt. Aber steht das wirklich so? Oder wie meine Kinder sagten: „Du hast dir das nur ausgedacht!“

Vielleicht ist es manchmal wirklich so… wir denken uns Dinge aus, die Gott vielleicht nie gesagt hat. Aber es gibt auch Dinge, die ganz klar in der Bibel stehen, wie z.B.: 

Liebt einander! Ihr sollt einanderlieben, wie ich euch geliebt habe.“ (Jesus Worte aus Joh. 13,34) 

oder „Folge mir nach!“ (Jesus Worte, die öfters in den Evangelien vorkommen) 

Oder auch „Der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod; aber das Geschenk, das Gott uns in seiner Gnade macht, ist das ewige Leben in Jesus Christus, unserem Herrn.“ (Römer 6,23)

u.v.m. 

Es stimmt, es stehen manche Dinge in der Bibel, die Gott, bzw. Jesus, gesagt hat, die unangenehm sind. Was machen wir damit? Es ist ähnlich wie in einer Freundschaft, einer Ehe oder in der Familie. Manche Dinge werden gesagt, die sehr unangenehm sind und sogar weh tun… aber oft weil diese Menschen uns lieben. Was machen wir damit? Argumentieren wir: „Nein! Das hast du dir nur ausgedacht!“ Oder schlucken wir (weil es logischerweise nicht wie Wasser einfach so runter fließt…) und nehmen wir es an, mit der Gewissheit: „Diese Person meint es gut mit mir!“

Von Heiligen Geist BEKleidet

Vor einigen Jahren, hat meine Tochter mir dieses Bild zum Geburtstag geschenkt (Mit ihrer Erlaubnis, darf ich euch dieses Bild zeigen :-)):

(c) Lenia Renard – Anfang 2. Klasse

Ich finde die Idee vom Heiligen Geist bekleidet zu sein, wie eine Decke, die mich warm hält, einfach genial.

Persönlich freue ich mich immer wieder über Pfingsten! Pfingsten in Leipzig ist einen Ausflug wert. Es gibt so viele interessante Menschen, die interessant bekleidet sind. Nun stellt euch vor, wir würden als Christen, vom Heiligen Geist bekleidet, durch die Stadt laufen und so auffallen wie die „Gotik People“. Oder so wie die Apostel in Jerusalem damals (ApG. 2). Sie waren nicht zu übersehen. Es war nicht „Gotik Fest“ sondern das „Passah-Fest“ und das war das erste „Holy Spirit Fest“. 

Ich frage mich allerdings jedes Jahr: Wo kommen sie alle her? Ich sehe quasi niemanden im Laufe des Jahres, der in Gotik-Outfit durch die Stadt läuft, und plötzlich am Pfingst-WE sind sie überall zu sehen. Ich habe aber manchmal den Eindruck, dass es uns Christus mit dem Heiligen Geist ähnlich geht. Wir geben uns scheinbar damit zufrieden zu wissen, dass wir bei unserer Bekehrung den Heiligen Geist bekommen haben und damit genug. Ich habe manchmal den Eindruck, dass wir den Heiligen Geist zu einem Armband oder zu einem Ohrring, der an unserem Arm bzw. am Ohr hängt, reduzieren, obwohl er uns ganz bekleiden, bzw. erfüllen sollte.

Ehrlich gesagt tue ich mir schwer mit Festen, die wir Jahr für Jahr immer wieder feiern. Jahr für Jahr feiern wir Weihnachten, Jahr für Jahr machen wir schöne Vorsätze zu Silvester, Jahr für Jahr feiern wir Geburtstage, Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten und so weiter und sofort. Aber ändert sich dabei was? Nein. Es gibt nichts neues unter der Sonne. 

Also was sollen wir tun? Aufhören zu feiern? Ich glaube nicht, dass das die Lösung wäre. Ich wünsche mir, dass wir vielmehr darum beten, wie Paulus in Epheser 1, 17-23 betet, dass Gott uns hilft Ihn immer mehr kennen zu lernen, dass Gott uns die Augen öffnet, uns seinen Geist der Weisheit und Offenbarung schenkt, damit wir erkennen was für ein großartiges riesenreiches wunderbares Geschenk, wir bekommen haben.

So wünsche ich dir den Segen Gottes, den meine Tochter auf dieser Karte geschrieben hat: 

„Ich wünsche Dir Gottes Segen. Ich hoffe, du merkst, dass der Heilige Geist dich immer bekleidet!“ 

Das ist nicht die richtige Richtung…

Vor einigen Tagen war ich zu Fuß unterwegs nach Hause. Ich lief durch eine Gartenanlage und plötzlich habe ich gedacht: „Ich probier´ mal einen neuen Weg.“ Ehrlich gesagt war ich überzeugt genau zu wissen, wo es lang geht. Allerdings nach ca. 10 Minuten wich der Weg immer weiter ab von der Richtung, in die ich eigentlich gehen wollte. So habe ich mir gedacht: „Das ist nicht ganz die Richtung, in die ich gehen wollte, aber ich lass mich mal überraschen.“

Nach einigen Minuten stand ich direkt vor diesem Baum (s. Bild).

Ich bin normalerweise nicht so der Typ, der von irgendwelchen

kleinen Blümchen schwärmt. Aber ich muss zugeben, dass ich da staunen musste. Ich wollte eigentlich gar nicht hier lang gehen und nun stand ich so plötzlich vor diesen ganzen Blüten. Ich war echt begeistert.  Ja das stimmt! Es war ursprünglich nicht die richtige Richtung. Aber ich bin erneut von der Schönheit der Natur, von der Ruhe, von der Kreativität Gottes überrascht worden.

Ich bin dann weitergelaufen und nach ein paar Minuten befand ich mich auf dem Weg wieder zurück, den ich ursprünglich nehmen wollte, d.h., ich war nur ein paar Meter von dem bekannten Weg entfernt. Es hat aber gereicht, um etwas Neues und Wunderschönes zu entdecken.

Vielleicht passieren manchmal Dinge in unserem Leben, die wir nicht wirklich wollen. Wir haben sie nicht geplant und wir fragen uns wieso, weshalb, warum? Wir denken nur: „Das ist nicht wirklich, was ich wollte“. Dann  haben wir die Wahl: Entweder kehren wir um zum bekannten Weg oder wir gehen weiter und lassen uns überraschen, bis wir plötzlich etwas entdecken, etwas Wunderbares, das unsere Augen erfreut und unsere Herzen erwärmt und kurze Zeit später stellen wir noch fest, dass unsere bekannte Zone unmittelbar in der Nähe lag. Manchmal ist die unbekannte Zone gar nicht so unbekannt und diese unbekannte Zone kann so wunderschön sein. Vielleicht müssen wir nur sagen: „Das ist nicht wirklich die Richtung, in die ich gehen wollte. Aber ich lass´ mich überraschen.“ Glaube mir, Gott wird uns zum Staunen bringen, wenn wir nur bereit sind, zumindest einen Schritt aus unserer Komfortzone zu machen, einfach einen kleinen Umweg, weg von dem bekannten Weg zu wagen.

Bist du bereit dich überraschen zu lassen?