40

Vor einigen Wochen, durfte ich meinen 40. Geburtstag feiern. 

40 ist für viele das Alter der „Midlife- Krise“… Warum? Liegt es daran, dass man vermutet ein Menschenleben dauert ca. 80 Jahre und deshalb sind 40 Jahre die Mitte? Oder woran liegt es? Keine Ahnung, denn persönlich erlebe ich diese „Midlife-Krise“ schon seit ungefähr 2-3 Jahren … und manchmal habe ich den Eindruck, diese Krise lauert immer wieder vor der Tür… Vielleicht hat sie gar nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit dem Lebensstil. 

Tatsache ist, dass 40Jahre alt zu sein, ein ganz besonderes Alter ist… Man kann noch voraus planen und erwarten, dass man in der Zukunft noch etwas bewegen kann und gleichzeitig kann man auf Erfahrungen und Erlebnisse, aus denen man gelernt hat, zurück blicken. 

Ich persönlich schaue auf viele glückliche Jahren zurück. Ich darf seit 13 Jahren mit Birgit verheiratet sein. 

Ich darf seit 12 Jahren Vater sein… Seit 7 Jahren bin ich Vater von 3 Kindern und bald 4… Sie sind sehr herausfordernd, sehr lebhaft, sehr schlau und gesund. 

Ich darf seit ca. 18 Jahren in einem friedlichen, reichen und schönem Land leben. 

Ich darf seit mehr als 25 Jahren meinen Glauben frei leben und frei davon erzählen. Ich durfte sogar 3 Jahren lang die Bibel studieren. 

Ich durfte in mehrere Ländern reisen, wie Frankreich, Deutschland, USA, Kamerun, Tschad, Ukraine, England… und in manchen sogar mehrere Monaten bleiben.

Ich darf auch auf mehrere schwierige und herausfordernde Ereignisse zurück blicken. Ich habe leider viele Fehler in Beziehungen gemacht, bevor ich Birgit kennen gelernt habe. Ich habe wegen meiner impulsiven Art viele Menschen verletzt und das passiert mir leider immer noch. Ich habe ein Burnout erlebt. Ich habe in einigen Situationen richtig versagt und bin heftig auf die Nase gefallen. Ich habe gelernt wie man „scheitern“ buchstabiert… Wir haben als Familie einige Projekte angefangen und mußten erleben, wie Gott aus unterschiedlichen Gründen Türen zu machte und wir uns neu orientieren mussten. 

ABER dieser Gott, womit ich seit mehreren Jahren unterwegs bin, macht DEN ganzen Unterschied in meinem Leben. Denn er lässt mich nicht im Stich. Deshalb WEIß ich, dass ich nicht nur zurück blicken muss, sondern auch mit Zuversicht, Hoffnung und Vertrauen nach vorne blicken darf. 

Ich weiß, dass wir noch viele Herausforderungen vor uns haben. So schwer sie auch vielleicht sein mögen, freue ich mich auf die kommenden Jahre, denn ich bin nicht allein unterwegs. Ich habe eine wunderbare Familie an meiner Seite… Ich habe Freunde an meiner Seite… und ich weiß, selbst wenn ich alles verlieren sollte, was ich heute habe, mein Gott, Jesus Christus, ist immer noch da, bei mir! Er bleibt derselbe… egal, ob ich 40 Jahre alt bin, oder jünger oder älter… ER BLEIBT!

1983, spielte die Band U2 das Lied „40“ in ihrem Album WAR. Die Texte sind inspiriert aus dem Psalm 40:

„I waited patiently for the Lord
He inclined and heard my cry
He brought me up out of the pit
Out of the mire and clay
I will sing, sing a new song
How long to sing this song
He set my feet upon a rock
And made my footsteps firm
Many will see, Many will see and fear
I will sing, sing a new song
How long to sing this song“

Genau das habe ich bis heute erlebt… und ich freue mich ein neues Lied (… ein neues Lebenslied) für meinen Gott zu singen!

Das Leben ist kurz… 

… lebe es gut!

So lautet ein Lied („Live it well“) von der Band Switchfoot in ihrer neusten CD „Where the light shines through“. Die Texte sind sehr inspirierend. Vor kurzem haben sie ein Video zum Lied rausgebracht. In diesem Video zeigen sie Abschnitte vom Film „I’ll push you“. Das ist die unglaubliche Geschichte von zwei Freunden, die für eine 35-tätige Reise zu Fuß von Südfrankreich nach Santiago de Compostela, Spanien, ziehen. Kleines „Detail“: Ein der beiden Männer ist in einem Rollstuhl. Als sie auf die verrückte Idee kommen, diese Reise zum planen, sagt seinem Freund: „Ich werde dich tragen!“ (bzw. „schieben“ → deshalb „I’ll push you“). Dieses Video passt sehr gut zu den Texten vom Lied „Live it well“ von Switchfoot.

Hier ein Teil der Texte (Hier klicken für die ganzen Texte):
„Life is short; I wanna live it well, One life, one story to tell
Life is short; I wanna live it well
And you’re the one I’m living for
Awaken all my soul, Every breath that you take is a miracle –
Life is short; I wanna live it well, yeah

I wanna sing with all my heart a lifelong song
Even if some notes come out right and some come out wrong
Cause I can’t take none of that through the door
Yeah, I’m living for more than just a funeral –
I wanna burn brighter than the dawn“

Und hier das Video 🙂

Hier der Link zum Film „I’ll push you

W.O.R.T.E.

Worte sind wie ein Wind, der entweder eine Ohrfeige verpasst oder einen Rhythmus in der Tiefe des Herzens verankert und Elan gibt.

Worte = Wind

Je mehr ich Fortify aufbaue und mir Gedanken mache, wie ich tatsächlich Menschen ermutigen und stärken kann, desto intensiver wird mir bewusst, wie viel Worte bewirken können. Worte sind zwar wie Luft, aber Luft wird zu Wind… Nun gibt es viele verschiedene Arten von Wind.

Es gibt Stürme, Orkan, Taifun u.v.m. (schau mal bei Wikipedia nach, wie viele Windarten es auf der Erde gibt… https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Winde_und_Windsysteme)… Die Frage ist, ob es ein „schöner,  angenehmer“ oder ein „heftiger, gefährlicher“ Wind ist.

wOrte = Ohrfeige

Es gibt manche Winde, die so trocken sind, dass sie im Gesicht richtig weh tun. Sie wirken wie „Ohrfeigen“, genau wie wOrte es manchmal verursachen. wOrte können so weh tun, dass eine Ohrfeige sogar „angenehmer“ sein könnte.

Ich habe öfters die Erfahrung gemacht, wie viel Schaden man durch bestimmte wOrte anrichten kann. Es gibt ein Zitat aus dem Film „Gangster Squad“, das dies auf den Punkt bringt: „Es gibt zwei Dinge, die man nicht zurück nehmen kann: Eine Kugel, die man abschießt und Worte, die man sagt!“ Der Vergleich von Kugel und wOrte ist sehr zutreffend, genau wie Ohrfeigen und wOrte…

woRte = Rhythmus

Aber woRte tragen auch einen Rhythmus in sich (genau wie der Wind). Je nach dem, wie sie gesagt werden, in welcher Reihenfolge, in welchem Ton… „Der Ton macht die Musik!“ woRte bilden einen Rhythmus. Das kann entweder ein fröhlicher oder ein trauriger Rhythmus sein. Es kann ein Rhythmus sein, der uns entweder motiviert zu tanzen, bzw. aufzustehen, vorwärts zu gehen, Dinge zu wagen oder eher ein Rhythmus, der deprimiert, traurig, vielleicht sogar aggressiv macht.

Deshalb gibt es Gedichte, Poetry Slam, Hip Hop und Gesang. woRte haben Melodien und Rhythmus. Bestimmte Rhythmen bewirken, dass der Körper sich mit bewegt, mit vibriert und sogar Gänsehaut bekommt. Auch so können woRte sein… Sie können bewirken, dass unser ganzer Körper mit vibriert…

worTe = Tiefe

Doch diese Vibration bleibt nicht an der Oberfläche… worTe bleiben nicht an der Oberfläche, sondern gehen in der Tiefe… bis zum Magen, zu den Knochen, zum Herzen… und können Verletzungen und Narben hinterlassen. Diese Verletzungen gehen nicht „einfach so“ wieder weg, sondern bleiben eine ganze Weile. worTe, die entweder uns gesagt werden, oder die wir selber sagen, gehen oft in die Tiefe der Seele und des Herzens, oftmals unbewusst… aber sie sind da. Sie bauen auf oder zerstören. Denn sie sind so tief in uns drin, dass es uns oft sehr schwer fällt diese zu ignorieren.

Durch unsere worTe haben wir jedoch auch die Möglichkeit einen positiven motivierenden Rhythmus zu produzieren, der ebenfalls in der Tiefe unseres Lebens sitzt und vibriert.

wortE = Elan

Dieser positive motivierende Rhythmus gibt uns oft genau den Elan, den wir brauchen, um Dinge im Leben zu erreichen, zu bewegen, zu beeinflussen, zu prägen. Es müssen nicht große Dinge sein, aber kleine Dinge + kleine Dinge + kleine Dinge + kleine Dinge = große Dinge! wortE können genau diesen Elan uns geben.

Genau das wird mir in Fortify immer wichtiger. Ich möchte, dass meine W.O.R.T.E. wie Wind werden, die aber keine Ohrfeige verpassen, sondern einen Rythmus produzieren, der in der Tiefe des Herzens verankert wird und all denen, die sie hören einen Elan der Hoffnung und der Motivation geben.

Ich möchte diesem BLOG-Beitrag ein Zitat von Brennan Manning und ein Lied von TobyMac anschliessen… denn beide bringen genau dieses Anliegen von Fortify auf den Punkt.

Brennan Manning sagte: „In either encounter, we either give life or we drain it. There is no neutral exchange.“ („In jeder Begegnung, entweder geben wir Leben oder entleeren wir es. Es gibt keinen neutralen Austausch.„)

In dem Lied „Speak Life“, beschreibt TobyMac, was Worte im Leben unserer Mitmenschen bewirken können… Also → „Speak Life“! (Hier klicken für die Texte des Liedes)

Senf ist lecker!

Was haben Senf und Meinungsfreiheit gemeinsam? Darüber spreche ich ein bisschen in meiner Rede „Senf ist lecker“. Diese Rede wurde beim Toastmasters Division Contest in Berlin am 21. Oktober 2017 aufgenommen. 

Auch wenn ich (leider) nicht weiter qualifiziert wurde, hat es mir super Spaß gemacht dabei zu sein und diese Rede sowohl vorzubereiten als auch zu halten. Das Thema ist mir wichtig. Es war ein Anliegen mit Humor darüber zu sprechen und (hoffentlich) zum Nachdenken zu bringen. 

Viel Spaß dabei :-)!

Eine normale und doch besondere Bank!

Kennst du solche Orte, die für dich „heilig“ sind? Solche Orte, womit du etwas ganz besonderes verbindet? Dieser Bank ist so was ähnliches für mich. Hier habe ich stundenlang mit Gott geredet, mit meiner damaliger Freundin und jetziger Ehefrau geredet, oder allein in der Stille nachgedacht und „die Welt“ beobachtet. 

Gestern war ich mit 2 meiner Kinder an diesem Ort wieder zurück. Ich wollte ihnen zeigen, wo Papa und Mama sich kennen gelernt haben und Zeit miteinander verbracht haben. Keine Ahnung, ob sie begreifen, was ich mit diesem Ort verbinde… Wahrscheinlich eher nicht, oder noch nicht! Nichtsdestotrotz war es mir wichtig dieser Ort mit ihnen zu teilen. Ich wünsche ihnen, dass sie auch im Laufe ihres Lebens solche Orte finden, zu denen sie körperlich oder gedanklich zurück kehren können… Entweder um mit Gott oder mit ganz besonderen Menschen in ihrem Leben zu reden, oder einfach um allein in der Stille nachzudenken und „die Welt“ zu beobachten. 

Genau das wünsche ich dir auch. Hast du solche Orte in deinem Leben, zu denen du zurück kehren kannst? Sicherlich ist dieser Ort eigentlich „nichts besonderes“. Es ist nur eine Bank. Gleichzeitig ist es für mich eine besondere Bank. Das Besondere ist aber nicht die Bank in sich, sondern die Ereignisse, die Gedanken, die Entscheidungen und die Gespräche, die auf dieser Bank stattgefunden haben.

Wenn du einen solche Ort hast, mache ich Dir Mut den gedanklich (oder sogar in echt…) zu fotografieren und regelmäßig wieder dahin zurück zu kehren. Nicht weil dieser Ort „magisch“ oder wirklich „heilig“ wäre, sondern weil du dort die Möglichkeit hast zur Ruhe zu kommen, dich zu besinnen, „die Welt“ und „dein Leben“ zu beobachten und zu reflektieren. Dort kannst du nachdenken, beten, mit Gott reden, oder einfach still sein.  

Ich wünsche dir einen normalen und doch besonderen Ort wie diese Bank!