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Grinch? (Erlebnis zum 3. Advent)

Ich habe heute Nachmittag meinen Kindern die Überraschung gemacht, mit Ihnen ins Kino zu gehen. Wir haben den Film „Der Grinch“ geguckt. Ich gebe zu, ich habe wahrscheinlich mehr und lauter gelacht, als meine Kinder (Ich glaube, das ist fast immer so, wenn wir zusammen ins Kino gehen :-)). 

Wie grinch bist du? 

Persönlich kann ich die Abneigung des Grinchs gegen Weihnachten sehr gut nachvollziehen. Da ich allerdings nicht zu viel vom Film verraten will, gehe ich nicht in den Einzelheiten. Der Grinch hat einen bestimmten Grund, warum er Weihnachten hasst. Ich habe andere Gründe. 

Wie ist es bei dir? 

Nein, ich „hasse“ nicht Weihnachten. Ich habe nur eine grosse Abneigung gegen dem, was wir daraus gemacht haben. Es geht scheinbar nur um Geschenke, Lebkuchen, Weihnachtsplätzchen, (fr)essen und trinken. Sinngemäß sagt der Erzähler in dem Film: Es ging alles nur um Gier. Im alten Verfilmung von 2000 mit Jim Carrey, wird gesagt: „Ist Weihnachten doch nicht bloss Essen und Schenken ?“ 

Wenn ich entweder schon in September die Lebkuchen überall in den Läden sehen. Oder die Weihnachtslieder überall höre. Oder das Rennen um die Geschenke sehe. Oder die Häuschen von den Weihnachtsmärkte sehe… dann weiß ich, das Chaos geht los! 

Das macht mich total „grinch“. 

Heute war der 3. Advent. D.h. die Weihnacht rutscht immer näher. Heißt das etwa, dass die Zeit der Geschenke immer näher rutscht? Oder heißt das eher, dass das Kommen von Jesus Christus, bzw. die Erinnerung daran und die Besinnung darüber, näher rutscht? 

Ich weiß, das ist vielleicht altmodisch und „spielverderberisch“ sowas zu schreiben, aber worum geht’s eigentlich hier? Es geht nämlich um den echten wahrhaftigen Grund, warum wir Weihnachten feiern, bzw. worum es in Weihnachten WIRKLICH geht. Die Frage ist zu wichtig um die schnell abzuhacken. 

Es macht mich „grinch“ zu merken, dass mehr und mehr Leute (und Christen) die Weihnachtsbotschaft als selbstverständlich sehen und mehr Wert auf den Weihnachtslieder und dem Drumherum legen, als ums tatsächliche Bedeutung von Weihnachten. 

Ich lese zurzeit das Buch „An arrow pointing to heaven„. Das ist die Biografie vom Sänger Rich Mullins. Leider ist das Buch nur auf englisch aufgelegt worden. Ich habe hier ein paar Zeilen übersetzt, die m.E. sehr gut zu Weihnachten passen: 

„There is no greater sign of the love of God than the fact He became one of us. On that night in Bethlehem, God breathed our air for the first time. The abolition of death was established in His conception and birth. The old kingdoms of this world were destroyed when God became manifest in human form. (…) Through Jesus, heaven came down and kissed the earth.“ (S.84 „An arrow pointing  to heaven“ James Bryan Smith)

„Es gibt kein größeres Zeichen von der Liebe Gottes als die Tatsache, dass er einer von uns geworden ist. In dieser Nacht in Bethlehem, hat Gott zum ersten Mal unsere Luft geatmet. Die Abschaffung des Todes wurde durch seine Zeugung und Geburt, festgelegt. Die alten Königreichen dieser Welt wurden zerstört, als Gott sich in menschlichen Gestalt offenbart hat. (…) Durch Jesus, ist der Himmel herunter gekommen und hat die Erde geküsst.“ (Übersetzung vom englisch Julien Renard)

Wir können nicht über Weihnachten sprechen und Weihnachten feiern, ohne an Ostern, bzw. an Jesu Kreuzigung und Auferstehung zu denken. Es gibt kein Weihnachten ohne Ostern. Keine Geburt in der Krippe, ohne die Kreuzigung am Golgatha und Auferstehung aus den Toten. 

Ich wünsche Dir nicht, dass du so grinch wie ich über Weihnachten wirst, sondern viel mehr, dass dir (neu) bewusst wird, worum es wirklich geht.

Natürlich kannst du gern ein paar Weihnachtsplätzchen und eine Tasse Punch dabei geniessen… 🙂

Fröhliches Weihnachts- und Osterfest!