Archiv der Kategorie: Allgemein

Der Hüter meines Mundes

Nachdem ich letzte Woche eine Andacht über „Sprich das Leben“ gepostet habe, in der ich erkläre, wie wichtig es ist Menschen mit unseren Worten zu ermutigen und zu stärken, musste ich diese Woche bitterlich daran erinnert werden, wie schwach ich in diesem Bereich der Worte bin und wie schnell ich etwas anderes als das Leben spreche.

Hier sind einige Aussagen, die mich diese Woche beschäftigt haben, nachdem ich ein paar mal stink sauer gegen meine Kinder war und ihnen einige Worte gesagt hab, die ich leider nicht zurück nehmen kann – weder den Inhalt noch die Lautstärke!

„Ein Moment der Geduld in einem Moment des Ärgers erspart Ihnen hundert Momente des Bedauerns“ (Unbekannter Autor)

„Ich möchte kein Wort ohne deine Salbung sprechen.“ Band „Disciple“ – Aus dem Lied „Bring the heat“

Nun lautet wieder mein Gebet wie folgt:

„Stelle eine Wache vor meinen Mund, Herr, ja, achte auf die Worte, die über meine Lippen kommen.“

Psalm 141,3
http://scripturebypicture.com/psalm-141-3-2/

Korn, Brian Welch und 2 Bücher aus Metal

Ich habe vor einiger Zeit zwei Bücher vom Autor Brian „Head“ Welch gelesen:

Das erste Buch heißt: „Save me from myself

Das Buch ist ebenfalls auf deutsch unter dem Titel, „Rette mich vor mir selbst: Warum ich Gott fand und Korn hinschmiß„, verfügbar. 

Brian „Head“ Welch ist besonders als  Gitarrist vom Metal-Band „Korn“ bekannt. „Korn“ wurde 1993 in Kalifornien gegründet, wurde relativ schnell bekannt und von den Fans dieser Musikgenre sehr beliebt. Allerdings haben die Bandmitglieder sehr schnell mit Drogen- und Alkoholsucht zu kämpfen. Das prägt sowohl ihre Musik als ihr privates Leben.

2005 entschied sich Brian Welch für Jesus Christus und verließ „Korn“, damit er sich um seine damals 6-jährige Tochter besser und intensiver kümmern konnte.

Das Buch erzählt von der Kindheit von Brian Welch, von den Anfängen und Erfolgsjahren von „Korn“, von den Kämpfen mit Drogen und Alkohol, aber auch von seiner Suche nach Christus und seinen Entscheidungen.

Das zweite Buch heißt: „With My Eyes Wide Open: Miracles and Mistakes on My Way Back to KoRn“ („Mit weit geöffneten Augen: Wunder und Irrtümer auf meinem Weg zurück zu KoRn„).

Leider ist dieses 2. Buch meines Wissens nach noch nicht auf Deutsch übersetzt worden. Wie der Titel es aber verrät, erzählt Brian Welch über die 8 Jahre, nachdem er „Korn“ verlassen hat. In diesem Buch schreibt er sehr transparent und ehrlich über Anfechtungen, Kämpfe, Konflikte und viele Fehler, die er trotz bester Absichten gemacht hat und mit den Konsequenzen leben musste. 

Folgende Themen werden angesprochen: Umgang mit Finanzen, Umgang mit Zweifeln im Glauben, Umgang mit Konflikten zwischen Eltern und ihren Kindern u.v.m.

Weiter erzählt Welch davon, wie er im Jahr 2012 sich berufen gefühlt hat zurück zur Band „Korn“ zu gehen.

Fazit: Beide Bücher sind meiner Meinung nach sehr interessant und gut geschrieben. Brian Welchs Stärke ist eindeutig transparent und ehrlich zu schreiben. Er verschönert nichts, sondern nennt die Dingen beim Namen. Selbst wenn wir keine Rockstars sind und andere Anfechtungen haben, sind beide Bücher ermutigend, denn es wird klar beschrieben, wie Gott an Orten und im Leben von Menschen wirkt, worüber wir nichts wissen und wo wir vielleicht niemals hinkommen würden. 

Darüber hinaus, habe ich als Musikfan durch diese zwei Bücher drei neue Bands entdeckt, die ich allen MetalFans empfehlen kann 🙂:

Love & Death
Die Band von Brian „Head“ Welch
Stillwell
Die Band von Korn-Bassist „Fieldy“, der kurz nach Brian „Head“ Welch ebenfalls zum Glauben an Christus gefunden hat.

Auch interessant ist die Internetseite von Brian „Head“ Welch und von seiner Arbeit: Brian Head Welch

Wer klar zu sehen meint, sehe zu, dass er nicht verblendet wird

Der Apostel Paulus schreibt in einem Brief an die Korinther:

„Wer zu stehen meint, sehe zu, dass er nicht falle.“

1. Korinther 10,12

Nach meinem Erlebnis mit dem Fortify-Plakat habe ich mich gefragt, ob man diesen Vers so  umformulieren könnte: Wer klar zu sehen meint, sehe zu, dass er nicht verblendet wird.“

Wenn ich Flyer, Postkarten, o.ä. für Fortify bei Allesadele bestelle, wird alles mehrmals genau geprüft. Die Bilder, das Design, die Rechtschreibung, usw. Alles wird durch mehrere Augenpaare „gescannt“ um sicher zu sein, dass wir nichts übersehen haben und alles perfekt (oder fast) ist. Erst wenn alles geprüft wurde und wir sicher sind, dann wird es bestellt. 

Genauso sind wir auch mit dem Fortify-Plakat vorgegangen. Wir waren sicher klar zu sehen. Scheinbar sind wir aber verblendet worden, denn wir haben den einen Fehler absolut übersehen. Wovon sind wir verblendet worden? Gute Frage! Von dem Hintergrundbild? Ob die Worte links, rechts oder mittig geschrieben werden sollten? Wie hell oder wie dunkel das Plakat sein sollte? Das alles und vielmehr hat uns so sehr verblendet, dass wir gar nicht auf die Worte selbst geachtet haben.

Ist es im Leben manchmal auch nicht so? Wir meinen genau zu wissen, wo es lang geht und was zu tun ist. Wir kennen uns doch aus. Wir sind doch keine kleine Kinder mehr. Wir können doch klar sehen! Und doch eines Tages geschieht etwas, was wir nicht voraus gesehen haben. Wir waren sicher an alles gedacht zu haben, bzw., für alles gesorgt zu haben. Also was hat uns verblendet?

Vielleicht unsere (Selbst-)Sicherheit?

Oder unser Stolz?

Oder vielleicht die unbewusste Weigerung das zu sehen, was direkt vor unseren Augen ist?

Was ist damit gemeint? Ich erkläre es anhand einer einfachen Anekdote: 

Vor einigen Jahren suchte ich die Butter. Da ich die nicht finden konnte, kam ich zu dem Schluss, dass wir keine Butter mehr haben und ich welche kaufen müsste. Meine Frau war aber sicher, dass wir noch Butter im Kühlschrank hatten. Ich behauptete, dass wir keine Butter mehr haben. Meine Frau antwortete: „Doch! Die Butter ist im Kühlschrank!“ So ging’s eine Weile hin und her. Nachdem die Situation langsam dabei war zu eskalieren und wir uns wegen Butter fast stritten, machte meine Frau den Kühlschrank auf und sagte: „Julien! Hier ist doch die Butter!“ Die Butter war tatsächlich im Kühlschrank! Direkt vor meinen Augen! Nicht versteckt hinter der Milch oder irgendwo anderes. Nein! Direkt da vor meinen Augen! Die Butter war vollkommen sichtbar! Leider habe ich die nicht gesehen. Könnte es sein, dass ich mich unbewusst geweigert habe, sie zu sehen, weil ich  am Ende recht haben wollte?

So oder so war ich eindeutig verblendet… und sicherlich nicht vom Licht des Kühlschrankes. 

So ähnlich geht’s mir manchmal mit Gott und seinem Wort. Ich lese in der Bibel (Ja, wirklich! Ohne Witz) und stoße manchmal an Stellen, die mir rätselhaft sind. Ich denke drüber nach, kann aber immer noch nicht verstehen, was gemeint ist und was Gott uns damit sagen will, obwohl ich die Bibel doch so gut kenne und so gut verstehe (oder vielleicht doch nicht?).

Könnte es sein, dass meine „Selbst-Sicherheit“, mein Stolz und meine unbewusste Weigerung das zu sehen, was direkt vor meinen Augen ist, mich verblenden? 

Könnte es sein, dass ich das, was Gott mir zeigen will, (= die Butter) nicht sehe, obwohl das direkt vor meinen Augen ist (= im Kühlschrank)?

Könnte es sein, dass ich von ganz vielen anderen Sachen verblendet bin (= Hintergrundbild, Farbe, das „Drumherum“, usw.), anstatt genau das zu sehen, was Gott mir zeigen, bzw. mir sagen will (z.B. Ein Wort, das für mein Leben wichtig)?

Ich bete, dass Gott mir die Augen schließt, damit ich nicht verblendet werde, von alledem, was ich nicht sehen sollte.

Ich bete, dass Gott mir die Augen öffnet, damit ich das sehe, was er mir zeigen will.

Vielleicht kann uns dieses Plakat daran erinnern.

So ist es „richtig“! Fällt dir den Unterschied auf?

F _ _ _ _ _ B L I N D

Heute kommt die zweite Reflexion, die mir aus dem lustigen Ereignis, das uns bei der Herstellung des Fortify-Plakates passiert ist, in meine Gedanken gekommen ist.

Als ich den Fehler entdeckt habe, war ich echt für ein paar Stunden ziemlich geplättet. Mir sind viele Fragen in den Sinn gekommen:

Schon den Fehler gefunden?

Bin ich etwa farbenblind? Ist das vielleicht der Grund, warum ich nicht den Fehler früher gemerkt habe? Nein! Das glaube ich nicht. Vielleicht bin ich eher buchstabenblind, aber farbenblind: Nein!

Oder liegt es vielleicht eher daran, dass ich fehlerblind bin? Ganz besonders für meine eigene Fehler! Die Fehler des anderen kann ich natürlich sehr gut sehen. Da habe ich die Augen eines Adlers, aber für meine eigene Fehler bin ich sicherlich fehlerblind UND farbenblind zusammen. 

Oder bin ich vielleicht prinzipiell fleckenblind? Du kannst sicher sein, wenn ich saubere Kleidung anziehe, ich werde spätestens bei der nächsten Mahlzeit mich voll kleckern. Ich ziehe Flecken an, deshalb habe ich eine gewisse Fleckenblindheit entwickelt. Ich müsste mich sonst 2-3 mal am Tag umziehen. 

Nun wird’s aber schwierig, wenn ich in meinem Leben auch so fehler- und fleckenblind bin, oder etwa nicht? War das vielleicht der Grund, warum ich den Fehler auf dem Fortify-Plakat nicht früher entdeckt habe?

Keine Ahnung!

So oder so, erinnert mich dieses Plakat daran, Gott darum zu bitten mir die Augen zu öffnen. Nicht nur die Augen in meinem Gesicht, sondern auch und besonders die Augen meines Herzens…

  • … um nicht farbenblind durch die Welt zu gehen, sondern um Gott und seine Farben immer mehr in meinem Leben zu entdecken,
  • … um nicht fehlerblind durch mein Leben zu gehen, sondern um meine Fehler zu sehen (und vielleicht weniger die Fehler des anderen) und die Gott immer wieder abzugeben,
  • … um nicht fleckenblind durch mein Leben zu gehen, sondern um die Flecken zu sehen, die mein Leben verdrecken und Gott darum zu bitten mich zu reinigen. 

Unser Gott hat einerseits Farben geschenkt, damit wir sie bewundern. Andererseits zeigt er uns auch unsere Fehler und Flecken, damit wir uns daran erinnern, dass er sie auf sich genommen hat und sich drum kümmert, damit diese nicht Seine Farben verdecken.

Vielleicht kann das Fortify-Plakat uns daran erinnern…

Professionell Fehler machen

Ich wollte vor einigen Monaten an der Qualität der Videos von Fortify arbeiten, um etwas professioneller zu wirken. Also habe ich mir ein kleines Mikrofon geholt. Ich bin echt begeistert, wie gut es klingt.

Dann hatte ich die Idee, für den Hintergrund ein Plakat von „Allesadele“ gestalten zu lassen.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Anja für ihre Unterstützung, ihre Kreativität und super kompetente Arbeit seit dem Start von Fortify vor über 3 Jahren!

Mit diesem Plakat und dem Mikrofon wollte ich professioneller werden. Ich wollte eine bessere Qualität und ein besseren Auftritt… usw. Vor einigen Tagen ist das Plakat angekommen. Ich war begeistert. Ich habe’s gleich aufgehängt. Meine Frau und unsere Kinder waren auch begeistert. Es stimmte alles. Doch dann plötzlich ist mir was aufgefallen.

Ist es dir schon mal passiert eine Art „Blindheit“ für bestimmte Dinge zu entwickeln? Es gibt Dinge, woran wir uns so gewöhnt haben, dass wir sie nicht mehr richtig sehen. Die sind einfach da. So ist es uns bei diesem Plakat ebenfalls passiert. Obwohl wir das Bild gefühlt Millionen Male angeguckt haben, ist es uns nicht aufgefallen, dass sich ein Fehler untergejubelt hat.

Schon den Fehler gefunden?

Nun ist klar: Ziel verfehlt! Denn ein Plakat mit einem Fehler kann doch unmöglich professionell wirken. Das ist doch nicht dein Ernst! Das ist doch kein Zeichen von Sorgfalt und Qualität, sondern von Unprofessionalität und fehlender Gründlichkeit.

Oder kann man doch Fehler machen und immer noch professionell wirken?

Kann man professionell Fehler machen?

Gibt es so etwas wie professionelle Fehler?

Kann man überhaupt Fehler und Professionalität im selben Satz gebrauchen?

Als ich meine Frau gefragt habe, was ich mit dem Plakat machen soll, sagte sie mir:

„Na! Wenn wir nichts dagegen tun können, kann man eben nichts dagegen tun. Das passt doch zum Konzept von Fortify, oder!?“

Plötzlich wurde mir bewusst, dass sie völlig recht hat. Plötzlich wurde ich von meinem eigenen Konzept und meiner eigenen Überzeugung in null Komma nichts überholt…

Keine Ahnung, ob man professionell Fehler machen kann, aber Fehler machen ist menschlich und ganz egal wie sehr wir uns anstrengen, wir werden IMMER Fehler machen. Solange wir Menschen sind und in dieser Welt leben! Das ist eine Tatsache! Ganz egal wie viele Seminare über „Null-Fehler-Strategie“ oder „Fehlervermeidung“, usw., wir besuchen, du und ich werden weiter Fehler machen… große und kleine Fehler… und sicher sollten wir immer weiter an uns arbeiten, um besonders große Fehler zu vermeiden. Aber wir sollten aufhören uns vorzumachen, dass wir irgendwann mal den Punkt erreichen werden keine Fehler mehr zu machen.

Vielleicht sind wir dann professionell, aber sicherlich keine Menschen mehr.

Deshalb noch einmal, solange wir Menschen sind und in dieser Welt leben, werden wir Fehler machen. Von daher können wir nicht professionell wirken. Oder wir akzeptieren, dass wir trotz Professionalität Fehler machen können (und dürfen). Wir können lernen zu unseren Fehlern zu stehen und lernen damit umzugehen.

Vielleicht ist das die Art professionell mit Fehlern umzugehen. 

Ein Professioneller ist jemand, der seinen Beruf versteht und sich in seinem Fach auskennt. Genau deswegen bin ich bei Fortify ein Profi, denn ich kenne mich in Fehler machen sehr gut aus!

Vielleicht kann uns dieses Plakat daran erinnern.

Schütze mich vorm Freiheitswahnsinn!

Dieser Artikel liegt schon seit 4 Monaten auf meinem Schreibtisch. Als Franzose bin ich ein geborener Liebhaber der Freiheit. Ich brauche, ich will, ich liebe meine Freiheit!

Ich liebe es, frei zu wählen, was ich anziehen, essen, trinken, einkaufen möchte. Ich liebe es, frei zu wählen, welchen Film ich sehen möchte. Ich liebe es, frei zu wählen, welchen Weg ich fahre, um an mein Ziel zu kommen. Ich liebe es, frei zu wählen, welche Musik ich hören möchte, wann und wie laut. Ich liebe es, frei zu wählen, welches Buch ich lesen möchte. Ich liebe es, frei zu wählen, was ich tun oder nicht tun will. Ich liebe es, frei zu wählen…

Nun musste ich aber lernen, dass frei zu wählen nicht automatisch bedeutet, dass man kann, oder darf, und in manchen Situationen vielleicht sogar sollte! Vor ein paar Jahren wäre ich als Franzose noch auf die Barrikaden gegangen, denn wie kann es sein, dass ich nicht frei wählen darf, oder kann, geschweige denn soll?!

Es gibt Situationen, in denen ich etwas aus bestimmten Gründen, z. B. aufgrund der Gesetze des Landes, in dem ich mich befinde, nicht tun darf, obwohl ich es gerne tun würde. z. B. fahre ich gerne sehr schnell auf der Autobahn. Es ist toll, dass ich in Deutschland (noch) auf bestimmten Autobahnen ohne Limit fahren darf. Das genieße ich sehr. ABER es gibt bestimmte Autobahnabschnitte, auf denen die Geschwindigkeit begrenzt ist. Das ist per Gesetz geregelt. Oder wenn ich nach Frankreich fahre, kann ich (leider) nicht so schnell fahren, wie ich es gerne möchte. Sicher kann ich es tun, aber es könnte teuer werden. Wenn ich einen Unfall verursache, könnte ich sogar mit einer Gefängnisstrafe rechnen. D.h. ich kann frei entscheiden, wie schnell ich fahre, aber ich muss auch bereit sein, mit den Konsequenzen zu leben. Ich kann sicherlich auf die Barrikade gehen und der französischen Polizei erklären, dass ich in Deutschland schneller fahren darf. Ich glaube nicht, dass es sie interessieren wird. Dennoch steht es mir frei, dies zu tun.

Es gibt auch Situationen, in denen ich frei bin, etwas zu tun oder nicht zu tun. Wie ich oben geschrieben habe, bin ich frei zu wählen, was ich esse und trinke. Aber nicht alles ist gut für meine Gesundheit und meinen Körper. Auch die Kombination von bestimmten Getränken mit bestimmten „Medikamenten“ (von denen ich frei bin, sie zu nehmen oder nicht zu nehmen), kann tödlich sein. Aber ich bin frei zu wählen, ob ich die Finger davon lasse oder nicht.

Aber es gibt auch Situationen, in denen ich frei bin, aber geschützt werden sollte. Geschützt vor falschen Entscheidungen. Geschützt vor mir selbst. Es gibt Situationen, in denen ich so wütend werde, dass ich kurz davor bin, einen schweren Fehler zu machen. Wie gut ist es, dass ich vor mir selbst geschützt bin. Dieser Schutz kann sehr unterschiedlich aussehen. Es kann die Angst in mir sein. Es kann mein Gewissen sein. Es kann Schamgefühl sein. Es können geliebte Menschen sein, die mich kennen und lieben. Aber letztendlich kommt dieser Schutz von meinem Gott. Er beschützt mich und dafür bin ich ihm sehr dankbar.

Was ist also die Schlussfolgerung? Freiheit ist ein Grundrecht und ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen. In manchen Situationen sollten wir jedoch vor der Freiheit geschützt werden, entweder einen großen Fehler zu machen oder uns und andere in Gefahr zu bringen.

Wir sind manchmal – wie ich derzeit in unserer Gesellschaft beobachte – so freiheitsverblendet, dass wir jede Art von Schutz als Einschränkung unserer Freiheit sehen. Spätestens hier wird uns unser Grundrecht und Grundbedürfnis nach Freiheit zum Verhängnis und Wahnsinn.

Ich bete, dass Gott uns vor diesem Freiheitswahn bewahrt, damit wir SEINE Freiheit wirklich entdecken und erleben können.