Hallo Win,

ich habe so viel von dir gehört, dass ich unbedingt dir schreiben wollte. Leider habe ich dich noch nie getroffen.

Der 31. Oktober scheint deinen Tag zu sein, denn jedes Jahr an diesem Tag,
gehen eine Menge Leute durch die Strasse und grüßen dich. Das Interessante ist aber, dass niemand scheint zu wissen, wo du wohnst, denn die Leute klingen an allen Türen und grüßen dich aber gehen dann weiter, d.h. sie haben dich noch nicht gefunden.

Wo steckst du bloß?

Ins Internet habe ich viel über dich gelesen. Du bist viel rumgereist. Von Irland, nach USA und wieder zurück nach Europa. Mittlerweile bist du bestimmt auch nicht mehr so jung.

Freust du dich über diesen Tag? Ich hoffe, dass dir Kurbisse schmecken, denn heute sind Kurbisse fast an allen Straßenecken zu finden.

Liebe(r) Win, eine Sache würde mich noch interessieren. Da du schon älter bist und du viel herum gekommen ist, hast du vielleicht einen guten alten Freund von mir kennengelernt, nämlich Martin Luther.

Kennst du den?

Er lebte vor einigen Jahrhunderten in Sachsen-Anhalt. Er hat damals viel Ärger mit der Kirche gehabt. Er hat nämlich gesagt, dass man nicht durch die Kirche gerettet werden kann (d.h. das ewige Leben und Sündenvergebung bekommt und Gottes Kind wird), sondern allein aus Gnade durch Jesus Christus. Dann ist er auf die (m.E. tolle) Idee gekommen 95 These an der Tür der Kirche in Wittenberg zu nageln – es war wie eine öffentliche Ohrfeige an der Kirche. Die ganze Situation ist echt eskaliert. Es gab einen Haufen Ärger. Lange Rede kurzer Sinn, das Ganze hat zum heutigen Fest am 31. Oktober geführt. Man nennt das: „Die Reformation“.

Persönlich finde ich, dass Martin Luther etwas Geniales und Wichtiges in der Kirchengeschichte bewegt hat. Bis heute ist es unheimlich wichtig, dass alle Menschen hören und verstehen, dass wir allein aus Gnade durch Jesus Christus gerettet werden. Durch Jesus Christus brauchen wir keine Angst vor dem Tod, vor Hexen, vor Zauberei, vor der Finsternis oder vor Krankheiten zu haben, denn er hat aus Gnade für allen Menschen den Tod ein für allemal besiegt.

Genau das was Martin Luther wichtig damals – am 31. Oktober – bei der Reformation klar zu machen. Deshalb hat er das öffentlich gemacht.

Ok… ich höre langsam auf. Es war mir einfach wichtig dir das zu schreiben. Liebe(r) Win, vielleicht lernen wir uns eines Tages kennen. Übrigens, kannst du mir bitte deine Adresse verraten? Wenn heute Abend Leute bei uns klingen und nach dir fragen, kann ich sie dann gleich zu dir dann schicken.

Bis dahin, grüße ich dich auch: Hallo Win!

Mit „verstärkten“ Grüßen

Julien

Unbeantwortete Briefe (Geschichte zum Monatsspruch Mai 2020)

Ich habe vor Kurzem eine Geschichte mit dem Titel „Unbeantwortete Briefe“ gelesen. Diese passt sehr gut zum Monatsspruch Mai 2020 in 1. Petrus 4,10:

„Und dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat…“

1.Petr 4,10 
(Nachträgliche) Andacht zum Monatsspruch Mai 2020

Aufgrund der Reihe „33 Um Ostern“, hatte ich in Mai keine Andacht über den Monatsspruch Mai 2020 gepostet. Deshalb kommt nachträglich das Video zum Monatsspruch und ganz unten die o.g. Geschichte „Unbeantwortete Briefe“

Unbeantwortete Briefe 

Ich habe von einem Mann gelesen, der das Opfer eines tragischen Unfalls geworden war. Er verlor beide Beine und den linken Arm und nur ein Finger und der Daumen blieben ihm an seiner rechten Hand. Aber er verfügt immer noch über einen brillanten Geist, gepaart mit einen guten Bildung und den Erfahrungen vieler Reisen. Zuerst dachte er, es bliebe ihm nichts anderes übrig als hilfloses Leiden.

Doch dann kam ihm ein Gedanke. Es ist immer schön, Brief zu bekommen, aber wie wäre es damit, sie zu schreiben? Mit einigen Schwierigkeiten konnte er immer noch seine rechte Hand benutzen. Aber wem könnte er schreiben?

Gab es jemanden, der wie er eingesperrt und seiner Möglichkeiten beraubt war, den er mit seinen Briefen ermutigen könnte? Er dachte an Gefängnishäftlinge – die hatten immerhin noch die Hoffnung auf ihre Entlassung im Gegensatz zu ihm -, aber es sollte doch einen Versuch wert sein.

Er wandte sich an eine christliche Organisation, die sich mit dem Dienst an Gefangen befasste. Man sagte ihm, dass er auf seine Briefe keine Antworten erhalten würde – das war gegen die Gefängnisregeln -, aber er machte sich dennoch an diesen einseitigen Briefwechsel.

Er schrieb zweimal in der Woche und es forderte seine ganze Kraft heraus. Aber in diese Briefe steckte er seine ganze Seele, all seine Erfahrung, seinen ganzen Glauben, all seinen Witz und all seinen christlichen Optimismus. Immer wieder fühlte er sich entmutigt und war versucht, das Ganze aufzugeben. Aber es war die einzige Tätigkeit, die ihm geblieben war, und er war entschlossen, so lange wie möglich damit fortzufahren. 

Am Ende bekam er doch noch einen Brief. Er war sehr kurz. Der Wärter, dessen Aufgabe es war, die Post zu zensieren, hatte ihn auf dem Gefängnisbriefpapier geschrieben. Und das war, was darin stand: „Bitte schreiben Sie auf dem besten Papier, das Sie sich leisten können. Ihre Briefe werden von Zelle zu Zelle weitergereicht, bis sie buchstäblich auseinander fallen.“ 

Egal, wie unsere persönliche Situation aussieht, wir haben immer noch unsere von Gott gegebenen Talente und Fähigkeiten, unsere Erfahrung und Ermutigung die wir mit anderen teilen können. 

Anonym

Bist du dabei?

Kaum sind die Sommerferien vorbei, schon werden wir „gezwungen“ uns auf Weihnachten einzustellen. Ok ich gebe zu: Ich esse Marzipan Kartoffeln liebend gern, von daher stört’s mich nicht so ganz, dass ich schon welche kaufen kann.

Aber es geht doch ganz schön schnell oder? Ok, vielleicht bin ich etwas älter geworden, aber trotzdem. Weihnachten ist erst in 4 Monaten… oder hat jemand das Datum geändert ohne mir Bescheid zu sagen?

Kannst du so schnell umschalten? Von warm und Sonne zu kalt und Schnee? Persönlich fällt’s mir schon schwer. Jedes Jahr fällt’s mir noch mehr auf, dass Weihnachten zeitiger vor der Tür steht… Oder soll ich eher sagen, das „Weihnachtsgeschäft“ steht zeitiger vor der Tür. Denn ganz ehrlich die Weihnachtsbotschaft wird leider nicht in September schon erzählt! Wir können schon mal froh sein, wenn diese wunderbare rettende hoffnungsvolle Geschichte überhaupt am Heiligabend erzählt wird. 

So! Nun genug mit „meckern“!

Ich nutze also die Gelegenheit um dir diese frohe Botschaft schon mal zu verkünden: Ein Retter ist geboren. Sein Name ist Jesus Christus. Zu Weihnachten feiern wir seinen Geburtstag. All das leckere Essen, das wir jedes Jahr zu Weihnachten kochen und backen, kannst du als „Geburtstagskuchen“ für Jesus betrachten.

Er lädt dich jedes Jahr zu seinem Geburtstagsfeier ein. Bist du dabei?

Ich freue mich so…

Anlässlich des 3. Jubiläums von Fortify habe ich ein Hoodie und einige T-Shirts drucken lassen. Ich habe sogar 2 Mundschutzmaske extra nähen lassen.

Das Ergebnis ist echt genial. Das verdanke ich Anja Dittberner von Alles Adele vom Herzen.

Lenia hat das T-Shirt stolz angezogen. Gestern fragte unsere Zahnärztin Lenia „Was ist Fortify?“. Lenia antwortete: „Das macht mein Papa!“ Als die Ärztin las „Stärken / Ermutigen / Ausrüsten“ fragte sie: „Was rüstet ihr aus?“. Lenia antwortete wie selbstverständlich: „Menschen im Glauben!“

Gibt es eine bessere Werbung als Kinder? :-D

„Reculer pour mieux sauter!“ bzw. Fortify macht Urlaub

Ich bin reif für die Insel!

Wie ich in der „Sommer-Andacht“ über die Jahreslosung 2020 sagte, es ist im 1. Hälfte des Jahres einiges gelaufen. Wir haben alle gelernt:

  • Coronavirus zu buchstabieren,
  • 1,5 Meter Abstand ohne Zollstock zu messen, 
  • Mundschutzmaske zu nähen und in wenige Sekunden anzuziehen,
  • sehr schnell eine alternative Mundschutzmaske zu finden, wenn man seine vergessen hat,
  • 1,50 EUR entweder mit Kreditkarte oder mit App zu zahlen (obwohl es früher unter 5 EUR unmöglich war… Corona macht manchen Dingen plötzlich möglich)
  • im Ellbogen zu niesen (Achtung: Im Inneren des Ellbogens)
  • mit dem Ellbogen zu grüßen (Achtung: Mit der Außenseite des Ellbogens)
  • mit dem Fuss zu grüßen (Achtung: Es kann schmerzhaft werden, wenn man den Fuß des Anderen verpasst und dafür den Schienbein trifft)
  • Homeoffice, Homeschool (für unterschiedlichen Stufen und Schulfächer), Home-Kindergarten, Homestop (Freie Übersetzung von „Haushalt“) und viele weitere „Home“-Dinge gleichzeitig zu erledigen
  • … sicherlich können wir die Liste verlängern!

Falls ihr Tipp braucht, wie man Homeschool für 8-klässler, 5-klässler, 2-klässler, gleichzeitig mit Kindergarten-Aktivitäten und „Homestop“, bzw. Haushalt, macht, könnt ihr euch gerne mit meiner Frau in Verbindung setzen.

Seit einigen Wochen, freue ich mich über etwas weniger „Fortify von Zuhause“ sondern auf mehr „Fortify vor Ort„. 

Nach solchen Zeiten ohne direkte „echte“ Gemeinschaft mit Geschwistern, merke ich erneut wie es mir fehlt. Sicher genieße ich die Zeiten des Alleinseins und der Ruhe, aber nach einer Weile wird’s mir erneut klar und bewusst, warum Gott die Gemeinde erschaffen hat und uns zur Gemeinschaft miteinander einlädt. 

Christen können nur temporär allein leben und zu Hause bleiben. Auf Dauer geht es nicht.

Das ist ein der Gründe, warum verfolgte Christen so viele Risiken auf sich nehmen um sich entweder für Hauskreise, Gottesdienste, Gebetstreffen oder ähnliches zu treffen. 

Christen sind ähnlich wie Pinguine. Nicht wegen ihres Gangarten, sondern weil sie allein auf Dauer sterben. 

Die Corona Krise ist sicherlich eine tolle Möglichkeit unsere Beziehung zu Gott zu stärken, bzw. zu erneuern, aber sie ist sicherlich auf Dauer nicht fördernd, denn ohne Gemeinschaft mit anderen Christen, wird der Christ sterben. 

Das ist ein der Gründe, warum ich der Überzeugung bin, dass weder Gottesdienste noch Predigten noch Konferenzen per Video, jemals Gottesdienste, Predigten, Konferenzen o.ä. LIVE, bzw. in Echten, bzw. VOR ORT ersetzen werden können. Ich bete, dass es auch nie dazu kommen muss. 

In den Sommerferien, machen viele Christen „Pause“ mit den Gottesdiensten in ihrer lokalen Gemeinden („Pause“ ist vielleicht nicht das passende Wort, aber egal…). Vielleicht geht es dir auch so. Ich bete, dass wir diese Zeit nicht nutzen um „Pause“ zu machen, sondern viel mehr „einen Schritt zurück zu gehen“, bzw. „Abstand“ mit dem Alltag zu nehmen um so viel intensiver zu begreifen wie sehr wir einander brauchen. 

Es gibt in Frankreich den Ausdruck „Reculer pour mieux sauter„.
Die Deutsche Äquivalenz ist „aufgeschoben ist nicht aufgehoben“. Ich finde allerdings, dass die deutsche Übersetzung einen wichtigen Aspekt nicht wiedergibt. Die wörtliche Übersetzung wäre: „Zurücktreten um besser zu springen„. D.h. ich gehe einen Schritt zurück um viel weiter zu kommen.

Genau das wünsche ich mir und dir während dieser Sommerferien.

Keine Pause von der Gemeinde, von Gottesdiensten, von anderen Christen, denn die Coronakrise hat uns zu dieser Pause gezwungen.

Ich wünsche Dir, dass du einen Schritt von deinem Alltag zurück gehst, bzw. einen Schritt von deiner Arbeit, deiner Schulhausaufgaben, deinem Studium, deiner vielfältigen Aktivitäten, um wieder auf zu tanken und anschliessend besser, weiter und intensiver mit Gott als deiner Kraft im Leben hinein zu „springen“.

2 neue Predigten „von zu Hause“

Ich habe mich sehr gefreut am vergangenen Wochenende wieder mit Fortify für „Predigten vor Ort“ unterwegs zu sein.

Hier sind zwei Predigten, die ich für zwei Gemeinden während der Coronakrise, bzw. Kontaktsperre, aufgenommen habe:

Predigt über 2. Korinther 2, 5-11: Vergebung ist dran
Predigt über Josua 2: Gott überrascht

Für weitere Videos von Fortify, hier klicken!

Für weitere Predigten von Fortify, hier klicken!