No risk – No fun…

… bis du einmal zu viel auf die Nase fällst!

Ich muss am Anfang etwas zugeben: Ich finde Veränderung spannend.

Einerseits ist es spannend, weil Veränderung etwas mit uns macht… andererseits stellt Veränderung etwas Unbekanntes dar. Sie verbirgt ein gewisses Risiko, das Spannung mit sich bringt.

Im Laufe der Jahre habe ich allerdings ein „zwiespältiges Verhältnis“ zur Veränderung entwickelt. Was meine ich damit?

Vor 15 Jahren war ich noch Single. Das Risiko, das ich z.B. bei einer Veränderung einging, betraf nur mich. Ehrlich gesagt, machte es echt Spaß!

Heute bin ich 15 Jahre älter (ich weiß… das ist eine tiefe Erkenntnis). Ich bin verheiratet und Vater von 4 Kindern, d.h. ein Risiko, das ich  z.B. bei einer Veränderung eingehe, betrifft mindestens 6 Personen. Manchmal  macht es schon  Spaß… aber nicht immer.

Einerseits finde ich ein Risiko nach wie vor spannend und „anziehend“. Andererseits bin ich im Laufe der Jahre so oft auf die Nase gefallen, dass die Angst vor den Folgen des Risikos mich bremst.

Letzte Woche, am Samstag sind wir vormittags mit den Kindern im Wald spazieren gegangen. Phileas wollte unbedingt am Wasser spielen, eine Sperre bauen und anschliessend den Bach überqueren. Früher hätte ich gedacht: „Toll! Machen wir sofort!“ An diesem Tag ertappte ich mich bei dem Gedanken: „Moment mal! Wenn er rein fällt, dann ist er völlig nass und ich habe keine Wechselkleidung dabei, ganz zu schweigen, dass er sich verletzen kann.“ Natürlich ist dieser Gedanke für Eltern nachvollziehbar. Nichtsdestotrotz war ich mit meinen eigenen Gedanken nicht einverstanden und ließ Phileas die Sperre bauen und den Bach überqueren.

Nein! Er ist nicht rein gefallen.

Nachmittags sind wir zum Paunsdorf Center (Leipzig) gefahren, denn dort sollten „Profibiker“ auftreten. Es war echt beeindruckend, was man auf solchen kleinen Fahrräder machen kann. Ich wage es nicht zu denken, wie oft sie auf die Nase gefallen sind, sich verletzt haben und trotzdem wieder auf´s Fahrrad gestiegen sind und noch mal probiert haben.

Ob sie immer noch „No Risk! No Fun!“ sagen können?

Vielleicht sagen sie eher „Know How! Know Fun!“ oder so etwas Ähnliches?!

Wie ist es bei dir?

Vielleicht lachst du, wenn ich über „Angst“ schreibe. „No Risk! No Fun!“ ist natürlich dein Lebensmotto und du kannst nicht nachvollziehen, wie man so „sicherheitssüchtig“ leben kann.

Oder vielleicht lachst du, wenn du an diesen Leute denkst, die ständig Veränderungen und Risiken eingehen. Für dich ist es ein Zeichen von „Instabilität“ und/oder „Unreife“. Das ist vielleicht „cool“, wenn man jung ist, aber als Erwachsene muss man mit dem „Quatsch“ aufhören.

Ehrlich gesagt, denke ich, dass der „Fun“ irgendwo dazwischen ist.

Wer Risiken „herausfordert“, wird sicherlich oft auf die Nase fallen. Und vielleicht auch ein Mal zu viel. Dann ist leider den „Fun“ vorbei.

Andererseits, wer keine Risiken eingeht, wird wahrscheinlich im Leben wenig (oder gar nichts) erleben. Dann ist ebenfalls den „Fun“ vorbei.

Da musste ich erneut an die Predigt von Andreas Schmidt vom letzten Sonntag denken (Siehe meine Notizen hier). Besonders folgender Satz ist mir hängen geblieben:

Gott rechnet gar nicht damit, dass wir Verluste erleiden. Wenn wir uns für Gott einsetzen, wird immer ein Gewinn daraus und andere werden dadurch gesegnet. Wenn Gott uns herausfordert, überfordert er uns nicht.

Andreas Schmidt (Prediger EFG Lebenslicht Limbach) – Verkündigung am 19.05.2019 in der Hofgemeinde Leipzig

Was ein Risiko aus menschlicher Sicht darstellt, ist im Grunde genommen kein Risiko aus göttlicher Sicht. Es kann nur ein Gewinn und ein Segen werden, bzw. „FUN“.

Aus göttlicher Sicht macht „No Risk! No Fun!“ schon Sinn, vorausgesetzt, ich gehe das Risiko MIT Gott ein. Das ist das grundlegende „Know How“, um ein Risiko einzugehen. Deshalb „Know How! Know Fun!

Wie ist es bei dir?

Wie gehst du Veränderungen ein? Wie gehst du Risiken ein? (Mittlerweile sollte es klar sein, dass vermeiden keine Option ist.)

Ich wünsche Dir, dass du jedes Risiko des Lebens MIT Gott eingehst, denn dann kannst du sicher sein: Es wird herausfordernd sein! Es wird spannend sein! Es wird „Fun“ sein!

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