Toastmasters International

Wer ab und zu meinen BLOG liest, hat wahrscheinlich schon mal von Toastmasters International gehört. Doch fragte mich vor kurzem ein Freund: „Was ist das genau, Toastmasters?“ Heute möchte ich erstens kurz erklären, was Toastmasters ist, und zweitens erzählen, wie ich zu Toastmasters gekommen bin.

„Toastmasters International ist eine 1924 in den USA von Ralph Smedley (Anmerkung von mir: Ralph Smedley war Mitarbeiter bei der CVJM) gegründete Non-Profit-Organisation zur Förderung der Kunst des öffentlichen Redens, der effektiven Kommunikation sowie der Menschenführung. Die Organisation hat nach eigenen Angaben weltweit etwa 16.400 Clubs in rund 141 Ländern der Erde mit rund 352.000 Mitgliedern. Toastmasters International ist in den USA als gemeinnützig anerkannt, die Club-Vorstände und andere Mitglieder sind ehrenamtlich tätig. Toastmasters International bietet ein rhetorisches Trainingsprogramm mit verschiedenen Stufen und Projekten an. Dieses wird von den Mitgliedern der Clubs im Rahmen verschiedener Projekte genutzt, wozu einzelne Reden wie etwa auch die Organisation von Veranstaltungen, Festen und Treffen gehören können. Toastmasters International als Organisation ist weder politisch noch religiös aktiv, und bietet seinen Mitgliedern die Vorteile eines weltweiten Netzes.“ Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Toastmasters

Im Sommer 2016 unterhielt ich mich mit einer Bekannten, die grade auf dem Weg zu einem Toastmasters Treffen war. Sie erzählte mir begeistert davon. Ich dachte, es klingt wirklich gut und ich würde mir das gerne mal anschauen. Gesagt, getan! Ende September 2016 besuchte ich zum ersten Mal ein Toastmasters Clubtreffen beim Leipziger Club „Leipziger Redefreiheit„. Ich war sofort begeistert und entschied mich Ende Oktober 2016 Mitglied zu werden. Seit dem bin ich bei den Toastmasters Clubtreffen regelmäßig dabei und zu Redewettbewerben unterwegs.

Der erste Grund, warum ich bei Toastmasters bin, ist, um meine „Kunst des öffentlichen Redens (und) der effektiven Kommunikation“ zu fördern und zu verbessern. Ich habe im Laufe der Jahre oft in den Gemeinden beobachtet, wie wir Christen unheimlich viel Wert auf den Inhalt der Botschaft, bzw. auf die Predigten legen. Das ist auch richtig so, denn darum geht es. Es geht um das Evangelium! Nichtsdestotrotz habe ich oft gemerkt, dass wir kaum, wenn nicht sogar überhaupt gar keinen Wert auf die Form, bzw. auf die Rhetorik der Prediger legen.

Ich glaube, das ist ein Fehler.

Stell dir vor, du bestellst eine Pizza. 30 Minuten später wird deine Pizza geliefert. Du freust dich riesig darauf. Du machst die Packung auf und siehst, dass die Pizza „vermatscht“ ist. Alle Zutaten sind vorhanden, aber der Teig ist nicht fertig gebacken, die Tomaten sind verschimmelt, das Fleisch nicht durch usw… Du beschwerst dich natürlich beim Lieferant. Darauf antwortet er: „Aber wo ist das Problem? Alle Zutaten (bzw. der Inhalt) sind doch vorhanden. Der Rest ist nur eine Frage der Form. Das ist doch nicht so wichtig, denn unter uns gesagt, alles endet sowieso am „selben Ort.“ Darauf zwinkert der Lieferant.

Wer würde sich mit einem solchen Argument zufrieden geben? Sicherlich niemand.

Doch machen wir das Sonntag für Sonntag mit unseren Predigten. „Der Inhalt ist doch vorhanden. Der Rest ist nur eine Frage der Form. Das ist doch nicht so wichtig.“ So argumentieren wir.

Wie gesagt: Ich glaube, das ist ein Fehler.

Wenn das Evangelium von Jesus Christus wirklich rettet (wovon ich überzeugt bin), wenn das Evangelium die gute Nachricht von Gott für die Menschen ist (wovon ich ebenfalls überzeugt bin), wenn der Inhalt des Evangeliums wirklich das Wichtigste ist (wovon ich auch überzeugt bin), DANN „verdient“ das Evangelium die beste „Verpackung“, bzw. die beste „rethorische“ Form. So wie eine Pizza, die lecker aussieht und gut riecht, schmackhaft ist, ähnlich wird eine Predigt über die schönste Botschaft, die es je gegeben hat und je geben wird, für jeden Menschen „schmackhaft“ werden.

Wenn wir als Prediger unsere Rhetorik üben und darauf achten (und natürlich den Inhalt nicht vernachlässigen), dann bin ich überzeugt, dass viele Menschen auf das Evangelium neugierig werden.

Genau das ist mein Wunsch. Genau daran will ich arbeiten.

Genau das ist der erste Grund, warum ich bei Toastmasters bin.

Wenn du über Toastmasters mehr wissen willst, hier einige Videos und Link:

Toastmasters Webseite

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