Eine fröhliche Beerdigung

Gibt’s sowas überhaupt? Oder ist es respektlos und makaber?

Ich bin letzte Woche Samstag zu einer Beerdigung gefahren. Ein meiner Vorbilder war ein paar Tage zuvor verstorben. Natürlich habe ich mich nicht gefreut. Natürlich bin ich nicht fröhlich zu Trauerfeier gefahren. Ich bin eher nachdenklich und traurig hingefahren, weil ich mich nicht vorher von ihm verabschieden konnte.

Ich bin aus Respekt und Liebe zu seiner Familie hingefahren. Logischerweise sind Tränen geflossen. Über 200 Leute waren zusammen gekommen, um sich von dem Verstorbenen zu verabschieden. Aber mitten dieser Trauer und Traurigkeit, herrschte Freude. Wieso? Weil alle – seine Ehefrau, seine Kinder, Enkelkinder, Freunde, Verwandte… – überzeugt sind, dass wir eines Tages ihn wiedersehen werden. Deshalb war die Freude größer als alles andere.

Nein, es war nicht einfach sich zu verabschieden.

Nein, es geht weder darum den Tod zu verharmlosen oder den über die leichte Schulter zu nehmen.

Es geht darum sich bewusst zu werden was stärker ist.

2 Dinge haben mir im Leben des Verstorbenen und seiner Familie sehr berührt:

Das 1. ist: Seine Treue. Er war immer zu Stelle um zu helfen. Aber er mochte überhaupt nicht in Mittelpunkt stehen und es sollte nicht um ihn gehen. Selbst bei seiner eigenen Beerdigung. Es sollte immer um Jesus Christus gehen. Als ihn gefragt wurde, was er gerne über Jesus anderen weiter geben möchte, sagte er: „Gottes Treue, trotz meiner Untreue!“

Das 2. ist: Er hatte keine Angst zu sterben. Er hatte zwar Angst vor schmerzen u.ä. aber er hatte vor Sterben keine Angst. Warum? Weil er sich sicher war, wo er hingeht. Er hat sich gefreut (endlich) nach Hause zu seinem Herrn zu gehen. Zum Schluss der Trauerpredigt, wurde gefragt: „Weißt du, wo du hingehst?“ Und anschliessend (sinngemäß): Du bist eingeladen Jesus Christus kennen zu lernen, um die Gewissheit und den Frieden zu bekommen, eines Tages (vielleicht heute?) nach Hause zu unserem Herrn zu kommen.

Ich wünsche mir einen ähnlichen Spur zu hinterlassen, wie dieser Bruder, der vor knapp 2 Wochen nach Hause gegangen ist.

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