Martin Luther: der Grusel der damaligen Kirche?

„Feiert ihr Halloween?“ fragte mich gestern eine Kollegin. Ich antwortete stolz und klar: „Nein! Das kannst du vergessen!“

Auf dem Rückweg nach Hause, musste ich darüber nachdenken und mir kam der Gedanke: „Wer weiß! Vielleicht war Martin Luther der Grusel der damaligen Kirche!?“ Sicher ist es eine komische (und vielleicht blöde) Gedanke. Der Punkt ist aber:

1. 31 Oktober ist der Tag der Reformation. Obwohl ich sehr schlecht in Kirchengeschichte bin, ist es mir wichtig zumindest diesen Tag korrekt in Erinnerung zu behalten. Wenn Martin Luther nicht gewagt hätte, die 95 These an der Kirchentür in Wittenberg zu hängen, wäre keine Reformation möglich gewesen und wir würden heute, wenn überhaupt, die Bibel in Latein lesen. Wir würden noch weniger als heute begreifen.

2. Martin Luther ist am Anfang nicht auf Applaus und Dankbarkeit gestoßen, sondern hat fast sein Leben dabei verloren. Es war kein Fest, kein Spiel, kein Verkleidungsgeschichte. Seine Botschaft und seine Thesen waren sicherlich einen „Grusel“ für die damalige Kirche. Martin Luther hatte aber sicherlich nicht die Absicht Menschen aus Spaß zu erschrecken. Seine Absicht war die Botschaft der Gnade jedem zugänglich und verständlich zu machen. Seine Absicht war das Verständnis der Kirche, der Bibel, des Evangeliums zu reformieren.

Darum geht es bei der Reformation:

Martin Luther wollte zur Reformation die Weihnachts- und Osterbotschaft, die Botschaft der Rettung, deutlich machen und den Menschen nah bringen. 

Deshalb sollten wir heute uns daran erinnern, dass es nicht darum geht so gruselig wie möglich zu sein und anderen zu erschrecken, sondern viel mehr darum das Geschenk der Gnade Gottes zu geniessen und mit anderen zu teilen.

In diesem Sinne, wünsche ich dir einen fröhlichen und gesegneten Reformationstag und denk dran, was Jesus seine Jünger sagt:

„Ich gebe euch meinen Frieden – einen Frieden, wie ihn die Welt nicht geben kann. Erschreckt nicht, habt keine Angst!“ (vgl. Joh. 14,27 NGÜ/GN)

Ein Gedanke zu „Martin Luther: der Grusel der damaligen Kirche?

  1. Luise Petzold

    Hallo Julien,
    danke für deine Gedanken zur Reformation und auch deine Zusammenfassung vom Vereinstag ist sehr gut.
    Ich freue mich für dich, dass du viele Aufträge hast und ich bin sicher, dass du auch die neue Herausforderung in deinem Anstellungsverhältis gut meistern wirst.
    Ich denke an dich.
    liebe Grüße von Luise

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